Gedenken an antifaschistischen Widerstand
- Sonntag, 10. Mai 2020 @ 13:36
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Heute vor 75 Jahren wurde das KZ Mauthausen befreit. Für die Häftlinge war dieser Ort die Hölle. Noch immer kämpfen die Überlebenden für ein „Niemals wieder“. Umso schockierter ist das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) über die hohe Zahl an Schändungen von Gedenkstätten für NS-Opfer. Wie die Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz durch eine Parlamentarische Anfrage an das Innenministerium herausgefunden hat, sind 107 Fälle allein seit 2013 aktenkundig! 22 dieser Fälle waren Schändungen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.
Wie das Innenministerium in Beantwortung einer Anfrage der SPÖ-Abgeordneten Sabine Schatz mitteilte sind seit 2013 bundesweit nicht weniger als 107 Anschläge auf antifaschistische Gedenkstätten aktenkundig. Davon entfallen allein 22 Schändungen auf die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, zuletzt als im Jänner 2020 das niederländischen Denkmal mit fünf Hakenkreuzen beschmiert wurde.
Immer wieder versuchen Ewiggestrige, mit dem Schmieren von rassistischen Parolen und NS-Symbolen Hass zu verbreiten.
Kein Verschweigen des radikalen Antisemitismus von Landeshymnen-Dichter Stelzhamer mehr!
Der Sprecher der rechtsextremen „Identitären“, Martin Sellner, hat im Vorjahr den Linzer Burschenbundball besucht. Wie der „Standard“ berichtet, wird der Hassprediger ihn auch heuer wieder besuchen. „Dass Sellner, der in der berüchtigten Burschenschaft „Olympia“ politisiert wurde, am Burschenbundball teilnimmt, ist kein Wunder“, sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). „Aber es beweist endgültig: Dieser Ball ist ein Tummelplatz der Rechtsextremen.“