Die KPÖ unterstützt das Bildungsvolksbegehren
- Donnerstag, 13. Oktober 2011 @ 23:19
In der Woche vom 3. bis 10. November 2011 wird das Bildungsvolksbegehren Österreich darf nicht sitzen bleiben in den Bezirksämtern und Magistraten zur Unterschrift aufliegen.Die KPÖ unterstützt dieses Volksbegehren, weil es viele Forderungen enthält, die sowohl linke gesellschaftskritische Kräfte als auch BildungsexpertInnen seit Jahrzehnten erheben und weil es in der Summe einen Fortschritt darstellt, würden diese Forderungen umgesetzt.





Die am 19. Oktober 2010 gemeinsam von ÖH, #unibrennt, Rektorat und Lehr- sowie allgemeinem Personal veranstalteten Universitätsvollversammlung auf der Johannes-Kepler-Universität wurde ein voller Erfolg. Über tausend Studierende und an der Universität Beschäftigte versammelten sich im zum Bersten gefüllten Hörsaal 1. Wegen der Überfüllung wurde die Veranstaltung in einen weiteren Hörsaal, dem Hörsaal 7, übertragen, auch dieser füllte sich schnell mit interessierten Menschen.
Die heutigen Verhandlungen zwischen den BesetzerInnen der JKU Linz, dem Rektorat, VertreterInnen der ÖH und Lehrenden waren sehr konstruktiv und bilden den Anfang eines Diskussionsprozesses, der im laufenden Semester und darüber hinaus fortgesetzt werden wird.
„Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.“ Bertolt Brecht, Leben des Galilei
Mehr als tausend Menschen beteiligten sich am bundesweiten Aktionstag am 5. November 2009 in Linz an der Demonstration „Freie Bildung für alle“. Nicht nur direkt betroffene Studierende der Johannes-Kepler-Universität, der Kunstuniversität und von Fachhochschulen, sondern auch viele SchülerInnen und Berufstätige unterstützten den Protest der Studierenden und versammelten sich bei der Auftaktkundgebung im Volksgarten.
Der Protest der Studierenden hat schlagartig die Misere der Bildungspolitik deutlich gemacht. Die finanzielle Aushungerung der Universitäten und Umwandlung zu selbstfinanzierenden Unternehmen zwingt diese zu verstärkter Drittmittelfinanzierung, macht die Hochschulen zum Anhängsel von Banken und Konzernen. Besonders deutlich wird dies an der Johannes-Kepler-Universität.