KPÖ-Innviertel begrüßt Nein zu Amazon in Reichersberg

Montag, 18. Mai 2026 @ 10:40

Die KPÖ-Innviertel begrüßt die Entscheidung des Reichersberger Gemeinderats, keine Verhandlungen mit Amazon über eine Betriebsansiedlung aufzunehmen. Reichersberg hat sich damit nicht dem wirtschaftlichen „Sachzwang“ gebeugt, der Gemeinden oft unter Druck setzt, möglichst viele Unternehmen anzusiedeln, um höhere Kommunalsteuereinnahmen zu erzielen.

„Die Kommunalsteuer in ihrer derzeitigen Form führt häufig zu unnötiger Konkurrenz zwischen Gemeinden und setzt falsche Anreize. Vernünftige Raumplanung und volkswirtschaftliche Effizienz spielen dabei oft nur eine untergeordnete Rolle – Hauptsache, möglichst viele Unternehmen siedeln sich im Ort an“, sagt Andreas Auzinger, KPÖ-Bezirksvorsitzender und Gemeinderat in Peterskirchen. Die KPÖ setzt sich daher für eine grundlegende Reform der Gemeindefinanzierung ein. Insbesondere der Finanzausgleich müsse dringend zugunsten der Gemeinden angepasst werden.

Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich ebenfalls engagiert und ihre Anliegen eingebracht – etwa hinsichtlich des zusätzlichen Verkehrsaufkommens oder der Frage, ob Amazon ein verlässlicher Partner ist. Das dürfte auch die politischen Verantwortlichen in Reichersberg beeinflusst und zur Mehrheit gegen Amazon beigetragen haben.

Für die KPÖ bestätigt diese Entwicklung ihr Verständnis von Politik: Demokratie bedeutet mehr, als nur alle paar Jahre ein Kreuz auf dem Stimmzettel zu machen. Ebenso wichtig ist es, sich aktiv für die eigenen Interessen und Anliegen einzusetzen.


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