Donnerstag, 19. M�rz 2026 @ 09:52
Für die Gemeinderatssitzung am 19.03.2026 hat die KPÖ-Fraktion einen Antrag zur Überprüfung und Optimierung von Verkehrslichtsignalanlagen (VLSA) eingebracht. Der Wortlaut des Antrages: Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
der Fußverkehr stellt als wirksame, emissionsfreie und gesundheitsfördernde Mobilitätsform einen zentralen Baustein einer nachhaltigen Verkehrspolitik dar. Der Gemeinderat der Stadt Linz hat mit dem „Masterplan Gehen“ klare Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen definiert. Als konkrete Maßnahme im Handlungsfeld „Sichere Querung und Fortbewegung“ werden ausdrücklich kurze Wartezeiten und ausreichende Grünzeiten für Fußgänger:innen bei Lichtsignalanlagen genannt.
In Linz regeln derzeit über 200 Verkehrslichtsignalanlagen (VLSA) die Querung des Straßenverkehrs. Dennoch kommt es insbesondere auf stark frequentierten Schulwegen, im Umfeld von Senior:inneneinrichtungen sowie im innerstädtischen Bereich wiederholt zu langen Rotphasen für zu Fuß gehende Personen. Übermäßige Wartezeiten führen zu Akzeptanzproblemen und erhöhen das Risiko von Rotlichtübertretungen. Gleichzeitig bestehen moderne technische Möglichkeiten, Grünphasen bedarfsgerecht anzupassen, Wartezeiten zu verkürzen und Anlagen sensorgesteuert zu optimieren.
Darüber hinaus soll geprüft werden, ob an geeigneten Standorten mit geringem bis mittlerem Verkehrsaufkommen eine Umwandlung bestehender Ampelanlagen in ungeregelte Schutzwege mit gelb blinkender Signalisierung – auch tagsüber bzw. dort, wo dies bislang nicht der Fall ist, zumindest in den Nachtstunden – rechtlich und verkehrstechnisch möglich und zweckmäßig ist. Dies hätte den Vorteil, dass der Fußverkehr gemäß StVO Vorrang genießt und Querungen flexibler sowie ohne unnötige Wartezeiten ermöglicht werden.
Antrag
Der Gemeinderat beschließe folgenden Antrag:
„Das zuständige Mitglied des Stadtsenats für Mobilität, Vizebürgermeister Hajart, wird beauftragt, sämtliche Verkehrslichtsignalanlagen im Stadtgebiet hinsichtlich der Wartezeiten und Grünphasen für Fußgänger:innen zu evaluieren und Optimierungspotenziale darzustellen. Im Mittelpunkt sollen – entsprechend den Zielsetzungen des Masterplans Gehen – Maßnahmen zur Reduktion der Wartezeiten sowie zur Verlängerung bzw. bedarfsgerechten Steuerung von Grünphasen für den Fußverkehr stehen.
Darüber hinaus ist zu prüfen, an welchen Standorten eine Umwandlung bestehender Ampelanlagen in ungeregelte Schutzwege mit gelb blinkender Signalisierung rechtlich und verkehrstechnisch möglich und zweckmäßig ist. Ein entsprechender Bericht mit konkreten Umsetzungsvorschlägen ist dem zuständigen Ausschuss vorzulegen.“