Dienstag, 10. M�rz 2026 @ 09:08
Die Folgen sind spürbar: Der ohnehin knappe Wohnraum wird weiter reduziert, die Mieten steigen und leistbares Wohnen wird für viele Menschen zunehmend schwieriger. Diese Entwicklung steht im Widerspruch zu einer sozialen und nachhaltigen Wohnungspolitik.
Während Städte wie Wien und Salzburg bereits klare Regeln eingeführt haben – etwa Registrierungspflichten, Genehmigungsverfahren und Kontrollen –, fehlt in Oberösterreich bislang eine entsprechende gesetzliche Grundlage. Das oberösterreichische Raumordnungsgesetz enthält derzeit keine ausdrückliche Regelung gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum, also gegen die Nutzung von Wohnungen für kurzfristige touristische Vermietung statt für dauerhaftes Wohnen.
Die KPÖ will in einer Resolution bei der nächsten Gemeinderatssitzung im März den oberösterreichischen Landtag auffordern, die rechtlichen Voraussetzungen für eine wirksame Regulierung von Kurzzeitvermietungen zu schaffen. Ziel ist es, Wohnraum vor missbräuchlicher Nutzung zu schützen und ihn langfristig für die Bevölkerung zu sichern. Die vorgeschlagene Resolution soll einen wichtigen Schritt setzen, um leistbares Wohnen zu sichern und die Nutzung von Wohnraum wieder stärker am Bedarf der Menschen auszurichten.
KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn: „Wohnen ist ein Grundrecht und keine Ware. Kurzzeitvermietung im großen Stil ist längst kein harmloses Nebengeschäft mehr, sondern ein Geschäftsmodell, das den Druck auf den Wohnungsmarkt weiter erhöht.“