Montag, 1. Dezember 2025 @ 16:13
Die 29. Landeskonferenz der KPÖ-Oberösterreich lehnt das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf entschieden ab.
Obwohl das Projekt als „grün“ präsentiert wird, zeigt die Genehmigungslage ein völlig anderes Bild: Täglich sollen rund 198,63 Megawattstunden Abwärme ungenutzt in die Enns eingeleitet werden – genug, um Tausende Haushalte zu beheizen. Gleichzeitig entnimmt der Konzern 17,52 Millionen Liter Wasser pro Tag und gibt es erwärmt in den Fluss zurück, was eine vermeidbare Belastung eines ohnehin sensiblen Ökosystems darstellt. Doch die Probleme reichen weit darüber hinaus. Rechenzentren dieser Größenordnung schaffen kaum regionale Arbeitsplätze, beanspruchen aber enorme Mengen an Strom und Infrastruktur, die später anderen Betrieben oder Haushalten fehlen können. Die regionale Wertschöpfung bleibt minimal, während multinationale Tech-Konzerne für aggressive Steueroptimierung bekannt sind und daher nur sehr geringe finanzielle Rückflüsse in die Region zu erwarten sind.
Gleichzeitig führt das Projekt zu massiver Bodenversiegelung und Grünflächenverbrauch: Auf rund 50 Hektar sollen mehrere große Serverhallen entstehen. Eine demokratische Kontrolle dieser kritischen digitalen Infrastruktur ist nicht vorgesehen – die Bevölkerung erhält weder Zugang zu lokaler Rechenleistung noch irgendeinen digitalen Nutzen aus dem Projekt.
Das Rechenzentrum ist bewusst so ausgelegt, dass eine Wärmenutzung nicht vorgesehen ist, was die billigste Lösung für den Konzern darstellt, aber die schlechteste für Umwelt, Beschäftigung und öffentliche Ressourcen.
Deshalb sagen wir: Stopp für das Google-Projekt in der aktuellen Form!
Solange das Rechenzentrum keine Wärmenutzung, keine ökologische Gesamtkonzeption und keinen regionalen Mehrwert garantiert, darf es keine Genehmigung und keinen Baubeginn geben.