Trennelemente an Haltestellen sorgen für Kritik – KPÖ fordert soziale Alternativen

Mittwoch, 12. November 2025 @ 16:35

Nach dem Busterminal hat nun auch die Linz AG an zahlreichen Haltestellen der Linz Linien sogenannte „Anti-Obdachlosen-Trenner“ auf Sitzgelegenheiten installiert. Für KPÖ-Gemeinderat Michael Roth-Schmida ist das ein weiterer Ausdruck einer unsozialen Stadtpolitik, die auf Verdrängung statt Unterstützung setzt.

„Anstatt die Ursachen von Armut anzugehen, wird in Linz zunehmend gegen armutsbetroffene und randständige Menschen vorgegangen. Das ist eine traurige und beschämende Entwicklung“, so Roth-Schmida.

Als positives Gegenbeispiel verweist er auf Dornbirn, wo der neue SPÖ-Bürgermeister Markus Fäßler erst im Mai die Trennelemente auf Bänken vor dem Bahnhof entfernen ließ. „Es geht also auch anders – mit Menschlichkeit statt Abwehrhaltung“, betont der KPÖ-Gemeinderat.

Die KPÖ fordert in diesem Zusammenhang die Einrichtung einer Bahnhofsmission am Linzer (Bus-)Bahnhof sowie den Ausbau des „Housing First“-Programms in der Stadt. „Linz braucht mehr Orte und Maßnahmen der Hilfe und Solidarität, nicht der Ausgrenzung“, so Roth-Schmida abschließend.


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