Freitag, 24. Oktober 2025 @ 06:51
Doch es darf sich offenbar hier nichts ändern. Wir hatten das Thema ja bereits im Juli-Gemeinderat, als die beiden Anträge zur Verkehrsberuhigung in der inneren Stadt von Grüne und uns, mit Schwerpunkt auf genau diesen Straßenzügen, negativ "enderledigt" wurden.
Ich muss auch etwas zur negativen fachlichen Beurteilung sagen: Ein wenig mehr Innovationsgeist hätte man sich von der Planung und bestimmenden Politik allerdings schon erwarten können. Da wird sogar der öffentliche Verkehr als Vorwand herangezogen – es ist von angeblichen Beeinträchtigungen für den ÖV die Rede. Dabei hätte man mit etwas mehr Mut durchaus innovative Formen der Bevorzugung des ÖV gegenüber dem motorisierten Individualverkehr umsetzen können, etwa durch Pförtneranlagen, Bus-Schleusen oder Kap-Haltestellen.
Im Übrigen wird die Busspur in der Humboldtstraße von den Regionalbussen des OÖVV gar nicht genutzt, und auch die Obusse – maximal 12, meist aber nur 8 Busse pro Stunde – verwenden ihre Spur oft nicht. In der Gegenrichtung, in der Dinghoferstraße, gibt es gar keine Busspur, sondern lediglich zwei Fahrspuren, und das obwohl die Regionalbusse zwischen Lustenauerstraße und Volksfeststraße wegen der Haltestellen am Hessenplatz gleich zweimal durch die Dinghoferstraße fahren müssen. Also eher ein Vorwand nichts ändern zu wollen und vor allem den Autoverkehr ja nicht einzuschränken.
Es ist ein bisschen zum Verzweifeln, wenn die selbst von der Mobilitätsplanung eingestandenen und angeführten Vorteile durch die zusätzliche Nord-Süd-Radwegachse, wie Verbesserung der Radinfrastruktur, Verringerung der Lärmemissionen und die Attraktivierung des Straßenzugs – derart geringgeschätzt und schließlich abgelehnt werden. Traurig, aber wahr: Linz bleibt Autostadt!
(Es gilt das gesprochene Wort.)