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Holocaust-Gedenktag 2022: Mahnwache in Aschach/Donau

  • Montag, 3. Januar 2022 @ 08:00
Termine
Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
- Aschach an der Donau, beim Kriegerdenkmal
- Mittwoch, 26. Jänner 2022, 18:30 Uhr

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages lädt ein breites antifaschistisches Bündnis zu einer Mahnwache für die Opfer des Nationalsozialismus ein. Diese Mahnwache findet am Mittwoch, 26. Jänner 2022 um 18:30 Uhr beim Kriegerdenkmal in Aschach an der Donau statt. Wir wollen nicht nur der Opfer gedenken, sondern auch einen angemessenen Umgang mit der Geschichte der Täter und ihrer Verbrechen einfordern.

Noch heute gehört zum Kriegerdenkmal in Aschach an der Donau ein Stein, auf dem in runenartiger Schrift der Spruch „Ewig ist der Toten Tatenruhm“ zu lesen ist. Dieser Stein wurde 1942 errichtet. Der Spruch stellt typische NS-Propaganda dar: Er gibt Hitlers Angriffs- und Vernichtungskrieg eine positive Bedeutung, indem er die gefallenen Wehrmachtssoldaten als Helden verklärt. Doch schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurde ein ganz ähnlicher Spruch verbreitet: „Ewig bleibt der Toten Tatenruhm“ war auf einer Medaille zu lesen, mit der die NSDAP an die „Märtyrer“ ihres gescheiterten Putsches gegen die österreichische Regierung im Juli 1934 erinnerte.

Beim besagten Stein handelt es sich eindeutig um eine „Spur des Nazismus“, die gemäß Artikel 9 Staatsvertrag zu entfernen ist. Wir appellieren an die Verantwortlichen, für diese Entfernung zu sorgen und darüber hinaus in Aschach an der Donau eine würdige Gedenkstätte für die NS-Opfer zu errichten!

Über die einladenden Organisationen und das Programm der Mahnwache informiert der Anhang. Das Kriegerdenkmal befindet sich im Zentrum von Aschach gegenüber dem Haus Kurzwernhartplatz 7.

Die Mahnwache ist eine angemeldete Versammlung im Freien. Die dann aktuellen Corona-Regeln sind einzuhalten. Die Mahnwache wird etwa eine dreiviertel Stunde dauern.

Programm der Mahnwache:
- Begrüßung: Dietmar Groiss (Bürgermeister der Marktgemeinde Aschach an der Donau)
- Redebeiträge: Robert Eiter (Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitees Österreich, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus); Charlotte Herman (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Linz), Anne-Sophie Bauer (Landtagsabgeordnete)
- Schlussworte: Thomas Antlinger (Landtagsabgeordneter)
- Schweigeminute

Einladende Organisationen:
- Mauthausen Komitee Österreich, OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus, Israelitische Kultusgemeinde Linz, Katholische Aktion, SPÖ Aschach an der Donau, SPÖ Grieskirchen/Eferding, Grüne Aschach an der Donau, Grüne Oberösterreich, KPÖ Oberösterreich, ÖGB Grieskirchen/Eferding, Sozialistische Jugend, Junge Generation, Grüne Jugend, Österreichische Gewerkschaftsjugend, Sozialdemokratische FreiheitskämpferInnen, Welser Initiative gegen Faschismus, Kulturverein Aufschrei, Omas gegen rechts, Solidarwerkstatt, Österreichischer Auslandsdienst


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