1918: Gründung der KPÖ in Wien (3.11.). Ausrufung der Republik (12.11.).
Entstehung der Rätebewegung. Erste Parteigründung in Steyr (November).
1919: Bei der Nationalratswahl (16.2.) sowie Landtagswahl (18.5.) kandidiert
die KPÖ nicht. Konferenz der Linzer Arbeiterräte (19.2.). Gründung der KPÖ in
Linz (21.2.), Steyr (23.2.) und Wels (21.6.). Bei der Arbeiterratswahl erreicht
die KPÖ 11 Mandate (19.4.). Parteigründung in Attnang, Ebensee, Stadl-Paura und
Steyrermühl (Frühjahr). Gründung des KJVÖ.
1920: Blutige Ausschreitungen in Linz führen zur Verhängung des Standrechts
(11.-13.5.). Ausschluss der KPÖ aus dem Arbeiterrat (26.5.). Bei der
Arbeiterratswahl erreicht die KPÖ 651 Stimmen und 25 Mandate (Herbst). Bei der
Nationalratswahl erreicht die KPÖ 2.388 Stimmen bzw. 0,8 Prozent (17.10.). Kampf
gegen aufkommenden Faschismus.
1921: Bei der Arbeiterkammerwahl kandidiert die KPÖ nicht (19./20.3.).
1923: Bei der Gemeinderatswahl in Linz erreicht die KPÖ 857 Stimmen bzw. 1.5
Prozent, in Steyr 2 Mandate (13.5.). Bei der Nationalratswahl kandidiert die KPÖ
nicht (17.8.). Engagement der KPÖ in der Arbeitslosenbewegung.
1924: Bei der Gemeinderatswahl erreicht die KPÖ in Stadl-Paura 2 Mandate
(6.4.).
1925: Bei der Landtagswahl erreicht die KPÖ 2.288 Stimmen bzw. 0,2 Prozent
(17.5.). Das bundesweite Pfingsttreffen des KJV in Linz wird von der
Landesregierung verboten. (30./31.5.). Arbeit der Roten Hilfe.
1926: Bei der Arbeiterkammerwahl erreicht die KPÖ 925 Stimmen (14.8.).
1927: Bei der Nationalratswahl erreicht die KPÖ 1.104 Stimmen (24.4.). Bei
der Gemeinderatswahl in Linz erreicht die KPÖ 237 Stimmen, in Steyr 2 Mandate.
1929: Bei der Gemeinderatswahl in Stadl-Paura erreicht die KPÖ 2 Mandate
(14.4.).
1930: Demonstration von rund 2.000 Arbeitslosen in Linz (31.1.). Bei der
Nationalratswahl erreicht die KPÖ 1.197 Stimmen (9.11.). Reorganisierung der
Landesleitung. Parteigründung in Schärding.
1931: KPÖ-Demonstration von rund 500 Arbeitslosen in Linz (25.2.). Bei der
Landtagswahl erreicht die KPÖ 3.407 Stimmen bzw. 0,4 Prozent (19.4.). Bei einem
faschistischen Überfall auf eine kommunistische Versammlung Linz gibt es fünf
Verletzte (31.7.).
1932: SPÖ-Arbeiterkammerrat Josef Haitzinger tritt zur KPÖ über. Der von der
KPÖ in Linz geplante Hungermarsch wird von der Polizeidirektion verboten
(19.11.).
1933: Eine Versammlung der KPÖ in Steyr wird von der Polizei aufgelöst
(1.3.). Verhaftung von Kommunisten in Linz, darunter Alfred Klahr (24.4.).
Hungerstreik bei den WTK im Kohlenrevier (3.-5.5.). Verhaftung von 15
Kommunisten in Altheim (5.5.). Bundesweites Verbot der KPÖ (26.5.).
Landeskonferenz auf der Gis (September). Teufl, Haider und Brandstätter
Gegenredner zu Otto Bauer bei SP-Versammlungen in Linz. Verhaftungen bei
illegaler Republikfeier (12.11.). 570 Mitglieder (31.12.).
1934: Bei einer Hausdurchsuchung bei Kommunisten in Braunau wird ein Gendarm
erschossen. Sonderdruck der „Roten Fahne“ (10.2.). Aktive Rolle der KPÖ bei den
Februarkämpfen (12.-15.2.) Starker Zuzug enttäuschter SozialdemokratInnen zur
KPÖ. Landeskonferenz in Walding (August). Illegale Grenzarbeit.
1935: 2.200 Mitglieder (31.12.).
1936: Verhaftung von Kommunisten in Bad Ischl (22.4.). Kommunisten kämpfen in
Spanien für die Verteidigung der Republik. Zahlreiche oö Februarkämpfer und
Kommunisten werden Opfer stalinistischer Verfolgung in der Sowjetunion (bis
1941).
1938: Aufruf der KPÖ „An das Volk Österreichs, an alle Völker Europas und der
Welt“ (11.3.). Beginn ds Widerstandes von KommunistInnen gegen das NS-Regime mit
Schwerpunkten in Linz, Steyr, Wels, Lenzing, Kohlenrevier und Salzkammergut.
Gestapo-Verzeichnis über oö Kommunisten bestätigt deren Bedeutung für den
Widerstand.
1939: Reorganisierung der Partei in Oberösterreich. Franz Haider stellt eine
Verbindung mit Willi Schmidt als Verbindungsmann mit dem Ausland in Wien her.
1940: Schaffung einer neuen illegalen Landesleitung.
1941: Verhaftungswelle im Zusammenhang mit dem Auffliegen einer KJV-Gruppe
(März/April). Verhaftung von Franz und Anni Haider.
1942: Verlegung der Landesleitung nach Wels. Verurteilung einer Gruppe von
Kommunisten aus Mattighofen in Wien, einer weiteren in Berlin. Flucht von Alois
Straubinger und Fritz Schwager aus dem Welser Gefangenenhaus (11.7.) sowie von
Karl Gitzoller.
1943: Flucht von Sepp Plieseis aus einem Nebenlager des KZ Dachau in Hallein
ins Salzkammergut. Entstehen der Widerstandsgruppe „Willy“ (später „Fred“). Die
Staatsanwaltschaft Wien erhebt Anklage gegen sieben Arbeiter der Steyr-Werke
(April). Aufdeckung eines „Herdes kommunistischer Betätigung“ in Wels (6.10.).
Moskauer Deklaration der Alliierten bestätigt die Forderungen der KPÖ für die
Unabhängigkeit Österreichs (31.10.).
1944: Urteil des Volksgerichtshofes in Berlin gegen zehn Steyrer Arbeiter.
Flucht von Josef Bloderer, Franz Draber und Karl Punzer aus dem Zuchthaus
München-Stadelheim. Nach dem Attentat auf Hitler erfolgen zahlreiche
Verhaftungen. In Wels werden mehr als hundert Personen, die sogenannte „Welser
Gruppe“, verhaftet und davon 69 wegen kommunistischer Betätigung hingerichtet
(September).
1945: „Mühlviertler Hasenjagd“ nach Flucht von KZ-Häftlingern in Mauthausen
(4.2.). Versuch von Kommunisten in der Öst. Freiheitsbewegung Konsens von ÖVP,
SPÖ und KPÖ über Bildung einer Landesregierung durch US-Besatzungsmacht zu
erreichen (März). Bei der Bombardierung des Gefängnisses Kaplanhofstraße in Linz
kommen zahlreiche Widerstandskämpferinnen ums Leben (31.3.). Die KPÖ ist eine
der drei Gründerparteien der 2. Republik durch die Unabhängigkeitserklärung
(27.4.). Auf ausdrücklichen Befehl von Gauleiter Eigruber werden noch in den
letzten Kriegstagen zahlreiche KommunistInnen - darunter auch Landesobmann Teufl
- im KZ Mauthausen (28.-29.4.) ermordet, als einziger überlebt Richard Dietl.
Weitere WiderstandskämpferInnen werden auf dem Truppenübungsplatz Treffling
hingerichtet (1.5.). Partisanen tragen im Ennstal und im Salzkammergut aktiv zur
Befreiung bei, in Bad Ischl übt das Befreiungskomitee einige Tage die Macht aus
(2.-5.5.). Bis Kriegsende kommen rund 160 oö KommunistInnen im Widerstand gegen
den Terror des Nazi-Regimes ums Leben (.5.). Für die KPÖ ist das Jahr 1945 trotz
der Bilanz des Faschismus nicht die „Stunde Null“, unmittelbar nach der
Befreiung schalten sich KommunistInnen aktiv in den Wiederaufbau ein. 515
Mitglieder (Mai). Kontaktgespräche mit Linkssozialisten über die Bildung einer
gemeinsamen Arbeiterpartei. Konstituierung des Stadtrates von Urfahr (4.8.).
3.110 Mitglieder (September). Zulassung der KPÖ in den Westzonen (11.9.). Franz
Haider ist Landeshauptmann-Stellvertreter in der provisorischen
oberösterreichischen Landesregierung (26.10.-13.12.). Scharfe Abgrenzung von
Eisenbahnergewerkschaftsobmann Franz Harringer von der KPÖ (3.11.). 5.088
Mitglieder (15.11.). Bei der Nationalratswahl erreicht die KPÖ 12.376 Stimmen
bzw. 2,6 Prozent, bei der Landtagswahl 12.418 Stimmen bzw. 2,6 Prozent und bei
der Gemeinderatswahl 12.418 Stimmen bzw. 2,6 Prozent und 49 Mandate (25.11.).
Für die KPÖ verhandelt Peter Kammerstätter über die Wiedergründung der
Arbeiterkammer (27.11.). 5.813 Mitglieder (31.12.).
1946: 6.278 Mitglieder (31.1.). 1. Landesparteitag (23./24.2.). 13.
Parteitag, Franz Haider wird als Landesobmann gewählt (22.4.).
US-Besatzungsmacht gibt Überwachung kommunistischer Aktivitäten Vorrang vor
Entnazifizierung (Jahresmitte). Streik Steyr-Werke (10.-15.10.).
1947: Die erste Nummer des „Werkspiegel“ der Voest erscheint. Kommunistenjagd
durch Zusammenspiel von US-Besatzungsmacht und Regierungskreisen verstärkt sich.
„Milchprotest“ in Bad Ischl (20.8.). Urteile im „Milchprozess“ (25.9.).
1949: Bei der Nationalratswahl erreicht die KLS 18.574 Stimmen bzw. 3.1
Prozent, bei der Landtagswahl 18.461 Stimmen bzw. 3.1 Prozent, bei der
Gemeinderatswahl 15.603 Stimmen bzw. 2.8 Prozent und 53 Mandate (9.10.). Bei der
Arbeiterkammerwahl erreicht die GE 7.206 Stimmen bzw. 5.8 Prozent und 5 Mandate
(22.-23.10.). Bei der Landarbeiterkammerwahl erreicht die KPÖ 135 Stimmen
(6.11.). Bündnis von Linksblock und SPÖ in der Voest gegen die VdU-Mehrheit.
1950: Führende Rolle der KPÖ im Oktoberstreik, der in Oberösterreich (Voest,
ESG, Stickstoffwerke, Steyr-Werke, Lenzing, VMW-Ranshofen) seinen Ausgang nimmt
(25.9.-7.10.). Terror gegen KommunistInnen und anderen Linken in Großbetrieben.
Im Parlament bietet Franz Honner die Aufhebung seiner Immunität zum an, wenn der
Vorwurf des Putschversuches bewiesen werden sollte. 3. Landesparteitag
(11./12.11.)
1951: 15. Parteitag (1.-4.11.). Bei der Bundespräsidentenwahl erreicht der
KPÖ-Kandidat Gottlieb Fiala 20.334 Stimmen bzw. 3,3 Prozent (6.5.). Bei der
Stichwahl empfiehlt KPÖ die Wahl des SPÖ-Kandidaten Theodor Körner (27.5.).
1952: Kampf der KPÖ für die Neutralität. Volksbefragung gegen das Muna-Lager
in Stadl-Paura (9.3.). Bundesweites Pfingsttreffen der FÖJ in Linz (31.5.-2.6.).
Neutralitätskonferenz in Linz (29.6.), „Konferenz für Neutralität und
Völkerverständigung“ in Bad Ischl (5.10.). Jugendtreffen in Ebensee. Linzer
Konferenz gegen die Kriegslohnsteuer (7.12.).
1953: Bei der Nationalratswahl erreicht das in der Volksopposition (VO)
zusammengeschlossene Bündnis von KPÖ, SAP (Scharf) und DU (Dobretsberger) 18.780
Stimmen bzw. 3.0 Prozent (22.2.). 4. Landesdelegiertenkonferenz.(27./28.6.)
1954: Die KPÖ organisiert anlässlich der Hochwasserkatastrophe großangelegte
Hilfsaktionen. 16. Parteitag (13.-16.5.). Bei der Arbeiterkammerwahl erreicht
die GE 8.430 Stimmen bzw. 5.8 Prozent und 5 Mandate (24.10.).
1955: Außerordentliche Landesdelegiertenkonferenz der KPÖ unter dem Motto
„Österreich ist frei und reich, jetzt wollen wir besser leben” (11.9.). Bei der
Landtagswahl erreicht die KPÖ 17.366 Stimmen bzw. 2.9 Prozent, bei der GR-Wahl
14.021 Stimmen bzw. 2.4 Prozent und 40 Mandate (23.10). Bei der
Landarbeiterkammerwahl erreicht die KPÖ 66 Stimmen (30.10.). Kampf gegen das
„Wiener Memorandum“ gegen Auslieferung der oö Erdölvorkommen an multinationale
Konzerne nach Abschluss des Staatsvertrages.
1956: Bei der NR- Wahl erreicht die KLS 14.169 Stimmen bzw. 2.2 Prozent
(13.5.). 5. Landeskonferenz (10./11.11.).
1957: 17. Parteitag (28.-31.3.). KPÖ leistet Widerstand gegen Stillegung der
Ischlerbahn (September)
1959: 6. Landesdelegiertenkonferenz (21.3.). Bei der NR- Wahl erreicht die
KLS 13.089 Stimmen bzw. 2.0 Prozent (10.5.). Bei der AK-Wahl erreicht die GE
8.000 Stimmen bzw. 5.1 Prozent und 5 Mandate (10.-11.10.).
1961: 18. Parteitag (1.-3.4.). 7. Landesdelegiertenkonferenz (16.9.). Bei der
LT- Wahl erreicht die KLS 12.432 Stimmen bzw. 1.9 Prozent, bei der GR-Wahl
10.343 Stimmen bzw. 1.6 Prozent und 26 Mandate (22.10.).
1962: Bei der NR-Wahl erreicht die KLS 12.351 Stimmen bzw. 1.8 Prozent
(18.11.).
1964: Beginn der Solidaritätsbewegung mit Vietnam. Rücktritt von Peter
Kammerstätter als Landessekretär. 8. Landeskonferenz (24.5.). Bei der AK- Wahl
erreicht die GE 10.846 Stimmen bzw. 6.2 Prozent und 5 Mandate (25.-26.9.).
1965: 19. Parteitag (27.-30.5.).
1966: Umstrittene Wahlempfehlung der KPÖ für die SPÖ (9.1.). Bei der NR-Wahl
kandidiert die KPÖ in OÖ nicht (6.3.).
1967: 9. Landeskonferenz (9.4.). Bei der Landtagswahl erreicht die KLS 5.589
Stimmen bzw. 0.8 Prozent, bei der Gemeinderatswahl 5.117 Stimmen bzw. 0.8
Prozent und 8 Mandate (22.10.). Nach dem Tod Franz Haiders wird Alois Wipplinger
neuer Landesobmann.
1968: Ausläufer des Jugend- und Studentenprotests auch in Linz. Erklärung des
ZK gegen Intervention in der CSSR (21.8.).
1969: 20. Parteitag (3.-6.1.). 10. Landeskonferenz (8.6.).Bei der AK-Wahl
erreicht die GE 4.385 Stimmen bzw. 2,5 Prozent und 2 Mandate (20.-21.9.).
1970: Arbeitsniederlegung in der Glashütte Schneegattern (5.1.). Bei der
Nationalratswahl erreicht die KPÖ 4.152 Stimmen bzw. 0.6 Prozent (1.3.).
Gründung der Kommunistischen Jugend Österreichs (10.5.).21. Parteitag
(28.-30.5.).
1971: Bei der Nationalratswahl erreicht die KPÖ 5.914 Stimmen bzw. 0.8
Prozent (10.10.).
1972: 11. Landesdelegiertenkonferenz (15.4.).
1973: Bei der Landtagswahl erreicht die KPÖ 6.301 Stimmen bzw. 0.9 Prozent,
bei der Gemeinderatswahl 6.202 Stimmen bzw. 0.9 Prozent und 10 Mandate (21.10.).
1974: 22. Parteitag (18.-20.1.). Bei der Arbeiterkammerwahl erreicht der GLB
4.722 Stimmen bzw. 2,2 Prozent und 1 Mandat (28.-29.9.).
1975: Streik bei der Maschinenfabrik Engel in Schwertberg (21.-29.1.). 12.
Landesdelegiertenkonferenz (24.5.). Bei der Nationalratswahl erreicht die KPÖ
6.115 Stimmen bzw. 0.8 Prozent (5.10.).
1977: 23. Parteitag (8.-11.12.).
1978: 13. Landesdelegiertenkonferenz (10.6.). KPÖ empfiehlt „kritisches Ja“
bei Volksabstimmung über Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf (5.11.).
1979: Die Gründung des Linzer Komitees für Frieden und Abrüstung ist der
Ausgangspunkt für das Entstehen einer breiten Friedensbewegung. Bei der
Nationalratswahl erreicht die KPÖ 5.588 Stimmen bzw. 0.7 Prozent (6.5.). Bei der
Arbeiterkammerwahl erreicht der GLB 2.279 Stimmen bzw. 1,0 Prozent (9.-10.6.).
Bei der Landtagswahl erreicht die KPÖ 4.303 Stimmen bzw. 0.6 Prozent, bei der
Gemeinderatswahl 3.731 Stimmen bzw. 0.5 Prozent und 7 Mandate (7.10.). Im
Zusammenhang mit der Kandidatur des NDP-Chefs Burger bei der BP-Wahl bildet sich
eine breite Antifa-Bewegung.
1980: 24. Parteitag (6.-8.12.). Bei der Wiederholung der Gemeinderatswahl in
Linz auf Grund einer Wahlanfechtung der KPÖ beim Verfassungsgerichtshof erreicht
die KPÖ 2.273 Stimmen bzw. 2.5 Prozent und 1 Mandat (5.10.).
1981: 14. Landesdelegiertenkonferenz, Otto Treml wird neuer Landesobmann
(11.4.).
1983: Bei der Nationalratswahl erreicht die KPÖ 4.091 Stimmen bzw. 0.5
Prozent (24.4.).
1984: 25. Parteitag (13.-15.1.). Bei der Arbeiterkammerwahl erreicht der GLB
3.554 Stimmen bzw. 1,5 Prozent und zieht mit 1 Mandat wieder in die
Vollversammlung ein (10./11.4.). 15. Landeskonferenz (12.5.).
1985: Bei der Landtagswahl erreicht die KPÖ 4.867 Stimmen bzw. 0.7 Prozent,
bei der Gemeinderatswahl 4.850 Stimmen bzw. 0.7 Prozent und 7 Mandate (6.10.).
Als Ergebnis eines jahrelangen Kampfes der KPÖ wird die nach dem ehemaligen
NSDAP-Oberbürgermeister benannte Langothstraße umbenannt.
1986: Protestkundgebung mit 40.000 TeilnehmerInnen am Linzer Hauptplatz zur
Verteidigung der Verstaatlichten und Gemeinwirtschaft (16.1.). Bei der
Nationalratswahl erreicht die KPÖ 4.992 Stimmen bzw. 0.6 Prozent (23.11.).
1987: 26. Parteitag (27.-29.3.). 16. Landesdelegiertenkonferenz (16.5.).
Konferenz der Bürgerinitiative zur Verteidigung der Verstaatlichten und
Gemeinwirtschaft in Steyr (24.5.). Demonstration der AMAG-Beschäftigten für den
Neubau der Elektrolyse in Braunau (Ende Mai) und in Wien (Juli). Protestaktionen
der von Kürzungen der Arbeitsmarktmittel betroffenen Sozialprojekte.
1988: 2. Solidaritätskonferenz der Bürgerinitiative zur Verteidigung der
Verstaatlichte und Gemeinwirtschaft in Linz (26./27.3.)
1989: Die Gründung der Linzer Initiative gegen EG-Beitritt (LIGE) ist
Ausgangspunkt für die Entstehung einer EG-kritischen Bewegung in Oberösterreich
(Frühjahr). Bei der Arbeiterkammerwahl erreicht der GLB 2.808 Stimmen bzw. 1,5
Prozent (10.-11.4.).
1990: 27. Parteitag (19.-21.1.). Streik in den Steyr-Werken (22.-26.1.). 17.
Landesdelegiertenkonferenz, Leo Mikesch wird neuer Landesobmann (19.5.). Bei der
Nationalratswahl erreicht die KPÖ 3.097 Stimmen bzw. 0,4 Prozent.
1991: Einstellung der „Volksstimme“ als Tageszeitung (28.2.). Höhepunkt der
Parteikrise, im Gefolge des Rück- und Austritts der Parteivorsitzenden
Silbermayr und Sohn zahlreiche Parteiaustritte auch in Oberösterreich (März).
Erstmals findet der traditionelle Maidemonstration in Linz im Rahmen des
überparteilichen Aktionskomitee 1. Mai statt. (1.5.). 28. Parteitag bekräftigt
Orientierung auf Erneuerung der Partei statt Auflösung oder Umbenennung
(14.-16.6.). Bei der Landtagswahl kandidiert die KPÖ nicht, bei der
Gemeinderatswahl kandidiert die KPÖ in 7 Gemeinden und erreicht 1.514 Stimmen
bzw. 0,2 Prozent und 1 Mandat (6.10.).
1992: 18. Landeskonferenz (25.1.).
1994: 29. Parteitag (19.-20.3.). Bei der Arbeiterkammerwahl erreicht der GLB
2.132 Stimmen bzw. 1,5 Prozent (4.10.). Bei der Nationalratswahl erreicht die
KPÖ 1.584 Stimmen bzw. 0,2 Prozent (4.10.). Bei der Gemeinderatswahl in Wolfsegg
erreicht die KPÖ wieder 1 Mandat (23.11.). Als Reaktion auf das „Sparpaket“ der
Bundesregierung zur Budgetsanierung entsteht in Oberösterreich die Plattform
gegen Sozialabbau.
1995: 19. Landeskonferenz (15.1.). Bei der Nationalratswahl erreicht die KPÖ
1.785 Stimmen bzw. 0,2 Prozent (17.12.). Mit einem Erfolg in Form von
Rückzahlungen endet ein von KPÖ und Mieterschutzverband seit 1982 betriebener
Rechtsstreit um die „Schillingseröffnungsbilanz“.
1996: Bei der Europaparlamentswahl erreicht die KPÖ 2.402 Stimmen bzw. 0,4
Prozent (13.10.).
1997: Bei der Landtagswahl erreicht die KPÖ 2.156 Stimmen bzw. 0.28 Prozent,
bei der Gemeinderatswahl kandidiert die KPÖ in 7 Gemeinden und erreicht 1.224
Stimmen bzw. 0,2 Prozent (5.10.). 30. Parteitag (17.-19.10.). Protestaktionen
der von Kürzungen der Arbeitsmarktmittel betroffenen Sozialprojekte (Dezember).
1998: 20. Landeskonferenz (28.2.).
1999: Bei der Europarlamentswahl erreicht die KPÖ 2.876 Stimmen bzw. 0.54
Prozent (13.6.). Bei der Nationalratswahl erreicht die KPÖ 2.680 Stimmen bzw.
0.33 Prozent (3.10.)
2000: Gründung der Aktion Zivilcourage, Protestaktionen gegen die
blauschwarze Regierung (Februar bis April). Bei der Arbeiterkammerwahl erreicht
der GLB 1.528 Stimmen bzw. 0.72 Prozent (27.3.-8.4.)
2001: 21. Landeskonferenz (24.2.). Start einer bundesweiten Petition gegen
den Ausverkauf öffentlichen Eigentums (September). Enthüllung von Gedenktafeln
für die ermordeten Widerstandskämpfer der „Welser Gruppe“ und den ehemaligen
KPÖ-Landesobmann Sepp Teufl im KZ Mauthausen (28.10.).
2002: Aktionen von KPÖ und GLB gegen die Schließung von Postämtern
(März/Juni). Enthüllung einer Gedenktafel für die im antifaschistischen
Widerstandskampf ermordeten ehemaligen Tabakarbeiter in der Tabakfabrik Linz
(2.5.). Bei der Nationalratswahl erreicht die KPÖ 3.979 Stimmen bzw. 0,47
Prozent (24.11.).
2003: Protestbewegung mit Mahnwachen, Kundgebungen und Demonstrationen gegen
den Krieg der USA im Irak (Jänner bis April). Aktive Beteiligung von KPÖ und GLB
bei den Protestaktionen und Streiks gegen die „Pensionsreform“ der schwarzblauen
Regierung (April bis Juni). Start des Friedensvolksbegehrens (1.5.) Beteiligung
von KPÖ und GLB an den Protesten gegen die Restprivatisierung der voestalpine
(Juli bis September). Bei der Landtagswahl erreicht die KPÖ 6.119 Stimmen bzw.
0,78 Prozent, bei der Gemeinderatswahl kandidiert die KPÖ in 7 Gemeinden und
erreicht 2.070 Stimmen bzw. 0,27 Prozent, in Attnang-Puchheim erreicht die KPÖ
ein Mandat, in Linz wird ein solches knapp um 33 in Langenstein um 8 Stimmen
verfehlt (28.9.).
2004: Bei der Arbeiterkammerwahl erreicht der GLB in Oberösterreich 1.345
Stimmen bzw. 0,63 Prozent (15.-27.3.). Kündigung aller Parteiangestellten und
Übergang zu ausschließlich ehrenamtlicher Tätigkeit (31.3.). 22. Landeskonferenz
(24.4.). Erscheinen der ersten Nummer der Zeitung „Café KPÖ“ (Mai). 2. Austrian
Social Forum in Linz (3.-5.6.). Bei der Europaparlamentswahl erreicht die von
der KPÖ unterstützte Liste LINKE in Oberösterreich 2.890 Stimmen bzw. 0,64
Prozent (13.6.). Start einer Kampagne für öffentliche Debatte und
Volksabstimmung über die EU-Verfassung (Juni). 33. Parteitag in Linz beschließt
Politische Plattform und neues Statut (4./5.12.)
2005: Bei der Betriebsratswahl der ÖBB erreicht der GLB im TS-Werk Linz zwei
Mandate (9.6.). GLB-Petition gegen die Privatisierung der Post (bis 9.11.)
2006: Protestmarsch gegen Privatisierung der Post in Linz (17.3.).
Parteikonferenz zur Nationalratswahl in Wien (1.7.). Start der Petition
„Euro-Millionenvermögen besteuern“ (1.7.). Bei der Nationalratswahl erreicht die
KPÖ mit 6.793 Stimmen bzw. 0,82 Prozent das beste Wahlergebnis nach Stimmen seit
1962 (1.10.)
2007: 23. Landeskonferenz, Leo Furtlehner als Landessprecher gewählt (10.2.).
KPÖ lehnt Börsegang der Energie AG ab und unterstützt BürgerInnenbefragung (Juni
bis Dezember). 34. Parteitag in Wien beschließt Forderungsprogramm (8./9.12.).
2008: Bei der Nationalratswahl gibt es einen Rückgang für die KPÖ auf 5.239
Stimmen bzw. 0,62 Prozent (28.9.)