Der Fall Arigona Zogaj bewegt die Emotionen. Es liegt in der Natur solch emotioneller Debatten, dass dabei Wesentliches und Grundsätzliches unter den Tisch fällt, was freilich von den regierenden Eliten durchaus beabsichtigt und ihnen willkommen ist.
Erklärung vom 5. österreichischen Sozialforum in Leoben 13.-16.5.2010
Hunderte TeilnehmerInnen von sozial und ökologisch organisierten Netzwerken, Organisationen und Einzelpersonen haben sich vom 13. bis 16. Mai 2010 in den Räumlichkeiten der Montanuniversität und der Arbeiterkammer von Leoben im Rahmen des V. Österreichischen Sozialforums getroffen, um die Wurzeln und Auswirkungen der Europa- und weltweiten Krisen des herrschenden kapitalistischen Wirtschaftssystems in seiner neoliberalen Form zu analysieren und mögliche Alternativen aufzuzeigen.
„Das härteste Stabilisierungsprogramm, das in einem europäischen Land bisher ergriffen worden ist“ kündigte Griechenlands Premier Papandreou der Bevölkerung an. „Wir sind die Versuchskaninchen Europas. An uns wollen sie ausprobieren, wie weit sie gehen kann“ meint eine protestierende Griechin. „Ich will einen von denen im Gefängnis sehen“ meint ein Opfer der Krise „die so dumm waren, hart zu arbeiten und keine Steuern zu hinterziehen“ (Die Presse, 29.4.2010)
Ein Jahr liegt nun seit dem letzten von der Polizei durch Polizeiknüppeln, Pfefferspray und Festnahmen verhinderten alternativen 1. Mai 2009 hinter uns. Was ist damals geschehen: 20 Verletzte, fünf Festnahmen, gegenseitige Schuldvorwürfe und die Tatsache, dass erstmals seit 1946 kein Maiaufmarsch durchgeführt werden konnte.
Heute, ein Jahr später steht fest: Die Vorwürfe der Polizei haben sich in Luft aufgelöst: es gibt keine Beweise für eine Verletzung des Vermummungsverbots. Alle Beschuldigten sind freigesprochen. Was fehlt sind jedoch polizeiinterne Konsequenzen oder gar Entschuldigungen von Seiten der Polizeispitze oder verantwortlichen Politikern.
[Wir zahlen nicht für Eure Krise] Dreifach zahlen die Lohnabhängigen für die Folgen der tiefsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten: Zuerst durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Lohnkürzungen und Verlusten bei der aufgezwungenen Pensionsvorsorge am Kapitalmarkt. Dann mit ihren Steuergeldern für die Milliardenpakete für Banken und Konzerne. Und jetzt durch höhere Steuern und Streichung von Sozialleistungen zur Budgetsanierung. Unsere Meinung: Für die Krise sollen jene zahlen, die durch die Entwicklungen am Kapitalmarkt, welche zur Krise führten, profitiert haben!
Kapital, Politik und Medien jubeln, dass die Krise überwunden sei und es wieder aufwärts gehe. Das mag für die Profite der Konzerne, die Boni der Manager und die Vermögen der Reichen stimmen, aber ganz sicher nicht für die „kleinen Leute“. Das zeigen das hohe Niveau der Arbeitslosigkeit, forcierte Prekarisierung, Druck auf Löhne und Sozialleistungen, wachsende Armut, wovon Frauen und Alleinerzieherinnen am meisten betroffen sind.
Im Bild: Stefan Krenn bei der Übergabe von Dressen an kubanische SportlerInnen.
Seit zehn Jahren organisiert Stefan Krenn mit den Mitgliedern des von ihm gegründeten Vereins Buena Vista - Solidarität mit Kuba jedes Jahr einen Container mit medizinischen Geräten. Medikamenten, Heilbehelfen, Betten und anderen dringend benötigten Gegenständen für Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen in der Provinz Holguin.
Innenministerin Fekter hat im Namen und Auftrag der Bundesregierung eine Novelle zum Asyl- und Fremdenpolizeigesetz vorgelegt. Kritik daran formulieren nicht nur linke Gruppen und Parteien wie die KPÖ.
2009 ist nicht nur ein innovatives Kulturjahr, auch im regionalen Bildungsbereich tut sich einiges
Im Herbst werden es 15 Jahre, dass sich ein paar mutige Migrantinnen aus Brasilien zusammen geschlossen haben, um sich dem Thema Migration, Bildung und Rechtslage anzunehmen. Mitten im Herzen von Linz existiert seither der Verein maiz – Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen. Täglich kämpfen die Mitarbeiterinnen unermüdlich für die Rechte von Migrantinnen: Freier Zugang zum Arbeitsmarkt, Partizipation statt Integration, Sexarbeit als anerkannte Lohnarbeit, Wahlrecht für Migratinnen sind nur einigen Beispiele der politischen Forderungen, die immer wieder gestellt werden.
Unmittelbar nach den drei verheerenden Wirbelstürmen im August und September 2008, die große Teile der Insel verwüsteten, flog ich mit der ersten Maschine, die Cuba wieder anfliegen konnte, nach Holguin. Die Zerstörungen waren erschreckend.
Ein kritischer Kommentar der ila - Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika
Wir haben große Sympathien für diese Proteste, ungeachtet der Tatsache, dass der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mussawi keinesfalls ein fortschrittlicher Demokrat ist, sondern nur eine dissidente Fraktion des herrschenden Systems vertritt. Wir haben den Iran immer als klerikalfaschistische Diktatur gesehen, vergleichbar etwa der Franco-Diktatur in Spanien bis 1974. Ebenso wie weiland im europäischen Faschismus wurde eine ganze Generation KommunistInnen und andere Linke vom Mullahregime verhaftet, ermordet und ins Exil getrieben und faschistische Massenorganisationen aufgebaut, die Andersdenkende mit staatlicher Rückendeckung terrorisieren.
Höhepunkt der „Gegentöne 09“, einem FEST.ÜBER.LEBEN.REDEN am späten Nachmittag des 27. Juni 2009, war die „Gegentonparade“ vom Linzer Hauptplatz zum Wissensturm beim Bahnhof. Zur zündenden Musik des Gegentonorchesters wurde dabei für Alternativen zum neoliberalen Globalisierungswahn geworben.
Seit nunmehr zehn Jahren sind sie in amerikanischer Haft: Gerardo, Ramon, Rene, Antonio und Fernando. Zu zweimal lebenslänglich und zu 19, 17 und 14 Jahren verurteilt – selbstverständlich Einzelhaft in Hochsicherheitsgefängnissen und ohne Besuchserlaubnis für ihre Familien.
Die Vertretung der Irakischen Kommunistischen Partei in Österreich solidarisiert sich mit den Opfern des Polizeiübergriffs gegen die 1.Mai-Demonstration in Linz. Wir sind entsetzt über dieses Vorgehen und hoffen, dass in Österreich nicht zunehmend Polizeistaatsmethoden zum Einsatz kommen, wie wir sie sonst nur vom Nahen Osten kennen.
Das zweite Freundschafts-Hallen-Fussball-Turnier gegen Rechts am 25. April 2009 lief erfolgreich ab. Die Beteiligung war mit zwölf Mannschaften (je sechs Spieler) und mit insgesamt etwa hundert ZuschauerInnen sehr erfolgreich und erfreulich. Die Jugendlichen unterschiedlichster nationaler und kultureller Herkunft spielten gemeinsam.
Der U. S. Supreme Court hat am 6. April 2009 kommentarlos ein neues Verfahren für Mumia Abu-Jamal abgelehnt. Die Entscheidung des Gerichts darüber, ob das Todesurteil möglicherweise in lebenslange Haft umgewandelt wird, ist noch NICHT ergangen // Gespräch mit Mumia Abu-Jamals Hauptverteidiger Robert R. Bryan aus San Francisco am Abend der Entscheidung. Das Gespräch wurde am 8. April 2009 in leicht gekürzter Fassung in junge Welt Nr. 83 veröffentlicht.
Die Finanzkrise hat sich zu einer weltweiten Wirtschaftskrise ausgeweitet, die immer mehr Bereiche erfasst und sich auf immer mehr Menschen direkt auswirkt. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Lasten dieser Krise den Lohnabhängigen, aber auch den SchülerInnen, Studierenden und PensionistInnen in Form von Kurzarbeit, Arbeitsplatzverlust, Lohndumping und Sozialabbau aufgebürdet werden.
Während Verteidigungsminister Darabos die Tschad-Mission des Bundesheeres als "Erfolgsgeschichte" feiert, kommt das Heidelberger Institut für internationale Konfliktforschung zu einem ganz anderen Schluss. Im „Konfliktbarometer 2008“ (1) analysiert das Universitätsinstitut, dass "die EUFOR-Mission daran scheiterte, die Situation zu deeskalieren."
Die Schweizer Regierung weiß schon, warum sie das Bankgeheimnis so eisern verteidigt. Schon in der NS-Zeit war der Bankenplatz Schweiz sehr gefragt. Offiziell neutral war das Geld der Nazis höchst willkommen, während gleichzeitig AntifaschistInnen oft vergebens um Asyl baten. Erst Jahrzehnte später wurde zaghaft damit begonnen dieses dunkle Kapital in der Schweizer Geschichte überhaupt aufzuarbeiten.
Nach dem ersten amtlichen Wahlergebnis gewann am gestrigen Sonntag, dem 15. Februar, in einer Volksabstimmung in Venezuela das Ja dazu in allen gewählten Ämtern die bisherige Beschränkung auf zwei Amtszeiten aufzuheben mit 54,36% der Stimmen. Der Nationale Wahlrat CNE, in Venezuela eine fünfte autonome Macht, gab das vorläufige Ergebnis um 21.35 Ortszeit, nach Auszählung von 94.2% der Stimmen bekannt. Das Nein kam im Gegenzug auf 45,63%. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,05%.
In Frankreich fällt die Pius-Bruderschaft immer wieder durch radikale Thesen und Taten auf. Die konservative Vereinigung scheut auch nicht die Nähe zu Rechtsextremisten. Von Hauke Friederichs
Für Papst Benedikt war die Rehabilitierung von vier Bischöfen der Bruderschaft Sankt Pius X. eine Herzensangelegenheit. Er wollte endlich eine Wunde schließen, die er als Kardinal nicht heilen konnte. Die Abspaltung der Traditionalisten unter Erzbischof Marcel Lefebvre im Jahr 1988.
1984 ist Schnee von gestern: Zu diesem Schluss muss man zwangsläufig kommen, wenn man die heute technisch möglichen und politisch üblichen Methoden von Überwachung und damit Manipulation etwas genauer betrachtet. Die in dem von George Orwell in seinem 1948 gegen den Kommunismus gerichteten Werk beschriebenen Methoden sind im Vergleich etwa zu den Praktiken von Google auf gut österreichisch ein „Lercherlschas“. Galt bis vor kurzem Microsoft als “das Böse” schlechthin in Bezug auf den Umgang mit Daten, so hat mittlerweile Google die Staffel übernommen.
Sehr geehrter Herr Bundesminister Dr. Michael Spindelegger,
Die aktuelle globale Verschlechterung der Wirtschaftsdaten und die militärische Zuspitzung des Konflikts im Nahen Osten haben die humanitäre Katastrophe in Simbabwe aus den Schlaglichtern der Medienaufmerksamkeit verdrängt. Bei einem Projektbesuch anfangs Jänner im Südwesten des Landes konnten wir uns davon überzeugen, daß die Lage dort, insbesondere für die ländliche Bevölkerung nichts an Dramatik verloren hat, im Gegenteil: den schleichenden Kollaps des Landes haben bereits mehrere tausend Menschen mit dem Leben bezahlt, während zehntausende weitere von Seuchen und Hungertod bedroht sind.
Kuba begeht am 1. Jänner 2009 den 50. Jahrestag der Revolution. Zur Jahreswende 1958/59 siegte die Revolution auf der Karibikinsel, das reaktionäre Batista-Regime war besiegt, für die Menschen begann eine historisch neue Entwicklung, die für Lateinamerika und darüber hinaus Hoffnung gab.
Seit Beginn des Wahlkampfes für die heurige Präsidentenwahl in den USA wird praktisch in allen Medien unrichtigerweise immer von "den beiden" bzw. "den 2 Kandidaten" berichtet. In Wirklichkeit kandidieren jedoch 13 Politiker , davon werden 9 von politischen Parteien aufgestellt und 4 sind unabhängige Einzelkämpfer, von denen Ralph Nader der bekannteste ist. 11 Kandidaten werden somit "nicht einmal ignoriert".
Das 4. Austrian Social Forum (ASF) ging am Sonntag, den 26. Oktober 2008 erfolgreich zu Ende. Während drei Tagen bildete das historische Schloss von St. Peter, „einst Herrschaftssitz – nun Haus für alle“ den Rahmen für 78 Veranstaltungen, die zum überwiegenden Teil von zivilgesellschaftlichen Organisationen und sozialen Bewegungen selbst organisiert waren. Ein breiter Bogen von Themen spannte sich von ökologischen Fragestellungen über die Problematik von Geld- und Friedensthemen bis hin zu Überlegungen wie ein solidarisches, soziales, ökologisches und weltoffenes Europa aussehen könnte.
Kommende Woche ist Colin Goldner in Linz zu Gast. Der bayerische Psychologe gilt als größter Kritiker des im deutschsprachigen Raum hoch verehrten Dalai Lama. Ein Gespräch über Tibet und Psychokulte.
Von Stefan Krenn, Verein „Buena Vista - Solidarität mit Cuba“
Die gute Nachricht zuerst: die Insel wurde nicht versenkt und die Kinder spielen schon wieder. Ansonsten ist die Lage in großen Teilen Cubas sehr schwierig bis katastrophal. Nach dem Hurrikan „Flora“, der 1962 1.200 Tote gefordert hatte, waren „Gustav“ und „Ike“ die stärksten Stürme, die Cuba in den letzten 50 Jahren heimgesucht haben.
Im Sommer 2007 hat das "Forum Asyl", bestehend aus amnesty international, asylkoordination österreich, Caritas Österreich, Diakonie, Integrationshaus, Österreichisches Rotes Kreuz und Volkshilfe die Petition "Flucht ist kein Verbrechen", die sich die Abschaffung der Schubhaft für Asylsuchende zum Ziel gesetzt hat, gestartet.
Angesichts der verheerenden Zerstörungen durch die Wirbelstürme Gustav und Ike in den letzten Wochen hat die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft (ÖKG) einen Spendenaufruf gestartet und ersucht alle Mitglieder und FreundInnen Kubas Spenden auf das Konto der ÖKG, Kennwort „Hurrikan“, einzuzahlen: Bank Austria, BLZ 12000, Konto-Nr. 601263700