Sechs als Nikoläuse verkleidete Verkäufer der Straßenzeitung Kupfermuckn beschenkten in einer Aktion am „Freitag den 13.“ den Informationsschalter am Linzer Bahnhof mit einer Rolle mit 50-Cent-Stücken.
„Am schönsten Bahnhof Österreichs halten sich täglich 30.000 Menschen auf, was fehlt ist ein unentgeltliches öffentliches WC. Statt durch Pinkelsheriffs – wie die geplante Linzer Stadtwache – für Ordnung zu sorgen, bittet die Straßenzeitung Kupfermuckn die ÖBB, das mitgebrachte Schild beim WC anzubringen zu dürfen“, forderten die Nikoläuse von der Straßenzeitung Kupfermuckn.
So heißt das Motto der Schweizer Eisenbahn bei der Umsetzung des Planes „Bahn 2000“. Während in Österreich Strecken stillgelegt und der Takt oft ausgedünnt wird, geschieht in der Schweiz das Gegenteil. In Volksabstimmungen hat sich die Bevölkerung für ein engmaschiges und dichttaktiges öffentliches Verkehrsmittel ausgesprochen.
Auch im Schienenverkehr wird auf EU-Ebene die Liberalisierung vorangetrieben. So soll ab 2010 der grenzüberschreitende EU-Personenverkehr auf der Schiene für den Wettbewerb geöffnet werden, um auch den Eisenbahnverkehr dem Prinzip der Profitmaximierung unterzuordnen. Wohin das führt, wird derzeit in Österreich vorgeführt: Einem Drittel des österreichischen Schienennetzes droht die Stilllegung.
Wie bei einer Pressekonferenz der Plattform der Bürgerinitiativen gegen die Westringautobahn A 26 mitgeteilt wurde, haben sich über 10.000 BürgerInnen mit Einsprüchen im aktuellen UVP-Verfahren zum Projekt A 26 Westringautobahn beteiligt. Die Einspruchsfrist im UVP-Verfahren endete am 13. August.
Für Herrn Grohs aus Pregarten ist die jüngste Auszeichnung des 3-Märkte-Busses mit dem VCÖ-Mobilitätspreis offenbar ein grobes Ärgernis, weil diese an seiner "Realität" vorbeigeht. Was aber ist die "Realität"? Der durchschnittliche Besetzungsgrad bei Pkw-Fahrten in Österreich beträgt gerade einmal 1,2 Personen, der Anteil von Autofahrten für Entfernungen von unter 2km ist hoch (jede vierte Autofahrt!), dabei sind gerade Kurzstrecken mit dem Auto relativ teuer.
Die Bürgerbewegung Pro Linz übergab am 9. Juli 2009 an Bürgermeister Franz Dobusch einen von über 6.300 Personen unterzeichneten Bürgerappell mit der Aufforderung, kraft seines Amtes geeignete Maßnahmen zu setzen, um die Westringautobahn A26 und ihre negativen Folgen von Linz abzuwenden.
Regierungsstudie aus dem Jahr 2008 fordert kostenlosen öffentlichen Verkehrs, stößt aber bei Regierungs- wie Oppositionparteien allen auf taube Ohren. Statt dessen werden die ÖBB-Preise ab 1. Juli um 5% erhöht.
Statt des Baus neuer Straßen führt die belgische Stadt Hasselt den Nulltarif auf den öffentlichen Verkehrsmitteln ein. Die Folge: Die Zahl der Fahrgäste stieg um 857 Prozent. In Linz soll nach wie vor der Weg in die verkehrspolitische Steinzeit beschritten werden. Um 1.200 Millionen Euro soll der A26-Westring dem EU-Transitverkehr von der Ostsee zur Adria eine Bresche schlagen - mitten durch Linz.
als Mitglied des VCÖ und regelmäßiger Spender war ich nicht gerade erfreut von ihrer Erwiderung auf die Forderung von Heinz Högelsberger (Global 2000) nach Gratis-öffentliche Verkehrsmittel bzw. -Bahn. Ihre Antwort im "Standard" scheint für mich über eine kleine Korrektur des Bestehenden nicht hinausgehen zu wollen. Ich würde mir aber wünschen, dass NGOs, wie der VCÖ, nicht nur im engen Rahmen einer Realpolitik denken und handeln, die noch immer "Neoliberal" bezeichnet werden kann, sondern durchaus manchmal auch aus diesem ausbrechen.
Den Baustopp für die A26 und die S10 und eine gemeinsame grenzüberschreitende Umweltprüfung sowohl für den gesamten Linzer Westring (A26) als auch die Mühlviertler Schnellstraße (S10) und das tschechische Autobahnprojekt von Prag bis zur österreichischen Grenze (D3/R3) verlangen jetzt das Verkehrsforum Oberösterreich und die überparteiliche Plattform gegen die Westring-Transitautobahn mitten durch Linz.
Auf recht drastische Weise macht die Überparteiliche Plattform gegen die Westring-Transitautobahn mitten durch Linz auf die Problematik dieses Verkehrsprojekts aufmerksam. Bei einer Pressekonferenz am 20. Jänner 2009 „enthüllte“ Plattformsprecher Alfred Jaeger die Zukunft von Linz und meinte, wenn ein ordnungsgemäßes Umweltverträglichkeits-Prüfungsverfahren durchgeführt würde, könnte das Projekt Westringautobahn nie genehmigt werden.
• Einseitiger Eingriff der Politik in die Wirtschaft zugunsten der Autolobby
• Zahl der vom Auto abhängigen Arbeitsplätze wird bewusst hochgeschraubt
• Zahl der bei Bahnen wegrationalisierten Arbeitsplätze wird verheimlicht
• Gleich viel Geld sichert beim Bahnbau mehr Arbeitsplätze
• Klimaschutz nur durch mehr Bahn machbar
Praktisch alle Reaktionen zum Unfall Jörg Haiders verschwiegen beharrlich, daß dieser letztendlich die in Kärnten besonders autofreundliche Verkehrspolitik wiederspiegelt. Geradezu symbolträchtig hiefür ist die Tatsache, daß der Unfall auf einer großzügig ausgebauten Bundesstraße neben einer desolaten und heruntergekommenen Regionalbahn mit vielen Langsamfahrstellen (Rosentalbahn, die beim Eingang ins Bärental vorbeiführt) und sogar in nächster Nähe der 1967 aufgelassenen Haltestelle Köttmannsdorf passierte. Auf ihr verkehren nur 1 bzw. 2 Züge je Richtung an Schultagen außer Samstag.
Die KPÖ Oberösterreich sieht sich in ihrer Ablehnung zum Linzer Westring durch eine aktuelle Studie des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bestätigt. Der VCÖ stellt in seiner neuesten Publikation mit dem Titel "Ballungsräume - Potenziale für nachhaltige Mobilität" fest, dass der forcierte Straßen(aus-)bau in den Ballungszentren mehr negative Folgen als Verbesserungen mit sich bringt.
Als völlig unbefriedigend bezeichnet die KPÖ-Oberösterreich die von SPÖ-Seite wieder angestoßene Diskussion um eine City-S-Bahn in Linz. Schon seit fast 20 Jahren machen sich Politiker und Politikerinnen jeden Couleurs Gedanken um einen Lückenschluss zwischen Mühlkreisbahn und Hauptbahnhof. Nur passiert ist bislang gar nichts.
Der Steyregger Bürgermeister Josef Buchner wird versehentlich des Öfteren als Grüner gehandelt. Mit den Parlamentsgrünen hatte er freilich nie wirklich etwas zu tun, höchstens dass er von 1986 bis 1990 in der damaligen von Freda Meissner-Blau geführten Parlamentsfraktion als Vertreter der sehr rechtslastigen Vereinten Grünen Österreichs (VGÖ) saß.
„Small is Beautiful“ hieß ein schon vor rund 30 Jahren veröffentlichtes Buch, welches in der deutschen Übersetzung den Titel „Die Rückkehr zum menschlichen Maß“ trug.*
Eine neue Qualität erreicht der Ausspruch „Lügen wie gedruckt“ in der „Kronenzeitung“: In einem Interview mit Infrastrukturminister Werner Faymann (SPÖ) wird dieser am Nationalfeiertag 2007 von seinem Leibblatt gefragt: „Stehen den Bahnfahrern 2008 Erhöhungen ins Haus?“ Wie aus der Pistole geschossen Faymanns Antwort: „Nein“ – um zwei Sätze später zu ergänzen: „Einzig dem Verbraucherindex müssen die Karten angepasst werden, dies wird im Dezember 2007 mit dem Fahrplanwechsel um 2,5 Prozent passieren“. Eine „Indexanpassung“ von 2,5 Prozent ist also für den Minister keine Preiserhöhung. Deutlicher kann die Entfremdung vom gewöhnlichen Volk kaum demonstriert werden.
Am 11. April 2006 stellten Gertraud Grössinger und Susanne Schwaighofer vor Beamten des Landes Salzburg ihre Diplomarbeit zur Revitalisierung der Ischlerbahn auf der Strecke Salzburg-Mondsee-Bad Ischl vor.
Die beiden Diplomingenieurinnen für Bauwesen untersuchten dabei Trassierungsmöglichkeiten unter weitgehender Verwendung der alten Trasse. Dabei wurde für Eugendorf eine Variante mit einem Park+Ride-Knoten gefunden, Mondsee könnte in einer Variante direkt eingebunden werden wodurch die frühere Stichbahn überflüssig würde und sowohl den Ort als auch das Gewerbegebiet erschließt.