Die Volksstimme geht als Monatsjournal in das zweite Jahr, die Septemberausgabe 2010 ist ab sofort erhältlich.
All jene, die sich noch nicht für ein Abo entschließen konnten, haben dazu beim kommenden Volksstimmefest am 4. und 5. September die Möglichkeit, mit dem VolksstimmeFest-Vorteilspass sogar um vierzig Prozent verbilligt.
Erstmals seit vielen Jahren gibt es am Fest die Gelegenheit, mit der Redaktion im neuen Volksstimme-Zelt am Kultur- und Medien-Platzl ins Gespräch zu kommen.
Der Heftinhalt und die Themen der Ausgabe September 2010:
JORDANA KALESCH: Give me 5
FRANZ SCHANDL: Gewerkschaftlicher Schluckauf
LEO FURTLEHNER: Das Geld ist da
KORNELIA HAUSER: Zur Menschenrechtsstudie
PHILIPP FUNOVITS: Steirisch, heiter, fröhlich
MANFRED BAUER: Wiener Optimismus. Gespräch mit DIDI ZACH
BÄRBEL DANNEBERG, CHRISTOPH KEPPLINGER: Wiener Wahl im Oktober
Mitte August erscheint die Nummer 32 von „Cafè KPÖ“. Auf 16 Seiten und mit einem Comic-Plakat von Bertram Könighofer. Mit Beiträgen Arbeitsmarkt, Sparkurs, Abschiebung, Migration, Kulturzensur, Nazi-Umtriebe, Islamismus, rechte Musikcodes und anderes mehr.
„Café KPÖ“ kann bei der KPÖ-Oberösterreich, Melicharstraße 8, 4020 Linz, Telefon +43 732 652156, Mail ooe@kpoe.at bestellt werden. Spenden zur Finanzierung von „Café KPÖ“ auf das Konto 480219500 Oberbank (BLZ 15.000) sind immer willkommen. Als Download gibt es die neueste Ausgabe von „Café KPÖ“ unter http://ooe.kpoe.at/images/cafe32.pdf.
Kurz nach dem Ende der Monarchie kam es 1918 auch im neu erstandenen Österreich zur Gründung einer Kommunistischen Partei. 90 Jahre später soll das Buch eines prominenten Mitglieds und Gestalters der KPÖ ein kritisches Resümee ziehen. Walter Baier, über ein Jahrzehnt Bundesvorsitzender der KPÖ und seit 1973 Mitglied, hat diese Partei ein gutes Stück ihres Weges begleitet und schildert nun in seinem Buch ihre wechselhafte Geschichte.
Nach den Anfängen während einer weltweiten Wirtschaftskrise, wurde die KPÖ besonders im Widerstand gegen den Nationalsozialismus von 1938 bis 1945 zu einer führenden Trägerin humanistischer Ideen, deren Mitglieder sich nicht vor Verfolgung scheuten und häufig sogar mit dem Tod bezahlten. Nach dem Zweiten Weltkrieg zählte die KPÖ zu den drei Gründungsparteien der Zweiten Republik und wies über 130 000 Mitglieder auf. Danach begann ein neuerlicher Abstieg zur Kleinpartei.
Rede von KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn bei der Verabschiedung von Eugenie Kain am 15. Jänner 2010 am Urnenfriedhof in Linz-Urfahr.
Liebe Margit, liebe Katharina, lieber Franz, werte Trauergemeinschaft, ich habe heute die große Ehre die letzten Worte im Namen der KP für unsere Genossin und Freundin Eugenie Kain zu sprechen. Unfaßbar erscheint uns allen die Tatsache, dass Eugenie nicht mehr unter uns weilt.
Auch 2009 kann die KPÖ-Oberösterreich wieder auf ein insgesamt sehr aktives Jahr zurückblicken. Höhepunkt und politisch wichtigster Erfolg dabei war zweifellos der Wiedereinzug der KPÖ in den Linzer Gemeinderat nach 18 Jahren bei der Gemeinderatswahl am 27. September 2009 als Schlußpunkt eines sehr dichten Wahljahres.
Bereits bei der oö Arbeiterkammerwahl vom 16. bis 28. März 2009 konnte der GLB einen 36-prozentigen Stimmengewinn von 1.345 auf 1.823 Stimmen verzeichnen und verfehlte ein Mandat in der Vollversammlung nur knapp um 58 Stimmen. Pech hatte der GLB bei der Betriebsratswahl der ÖBB, wo das zweite Mandat im TS-Werk Linz um nur eine Stimme verfehlt wurde und leider anders als 2005 in Oberösterreich keine Kandidaturen auf weiteren ÖBB-Dienststellen zustande kamen.
Stalin und wir - Stalinismus und die Rehabilitierung österreichischer Opfer, von Walter Baier und Franz Muhri, 208 Seiten, Globus-Verlag, Wien, 2001, Preis 8,70 Euro, Bestellungen: KPÖ-Oberösterreich, Melicharstraße 8, 4020 Linz, Telefon +43 732 652156, Mail ooe@kpoe.at, Web http://ooe.kpoe.at
Als „Arbeitsheft“ zum 34. Parteitag erschien die Broschüre „KPÖ in Aktion – Partei in Bewegung“, die mit zahlreichen Beispielen die Vielfalt der KPÖ als AktivistInnenpartei verdeutlicht, 2008 gab es die 2. Aktualisierte Auflage.
Die Breite der politischen Aktivitäten der KPÖ wird an zahlreichen Beispielen deutlich gemacht: In Berichten über das „Volksstimme“-Fest, die Kampagne „FairSorgen“ für eine Änderung des Sozialhilfegesetzes in Tirol, den Erhalt von Frauenorten und feministischen Medien, das Projekt „Ich lebe prekär“, die Arbeit von Robert Hobek bei der Post, Aktionen gegen Rechtsextremismus in Oberösterreich, die Scheren-Aktionen der KPÖ-Frauen, eine Aktion gegen Armut in Wien-Margareten und die Antifa-Kundgebung der KPÖ zum 60. Jahrestag des „Anschlusses“ von 1938.
Überschattet von den turbulenten Vorgängen infolge der Polizeiübergriffe gegen die linke Maidemonstration fand am nachmittag des 1. Mai 2009 das traditionelle Maifest der Linzer KPÖ statt. Rund 200 BesucherInnen waren trotz anfänglich etwas unsicherer Witterung zum traditionellen Straßenfest vor dem KPÖ-Parteihaus Melicharstraße 8 gekommen, bei dem auch heuer wieder gute Stimmung bis in die späten Nachstunden herrschte.
80 Jahre KPÖ wäre eigentlich Anlaß für ein Festreferat. Aber ich glaube, daß der Bundesvorstand nicht der geeignete Ort dafür ist. Was ich meine, ist, daß wir unseren bevorstehenden 80. Geburtstag zum Anlaß nehmen sollten, darüber nachzudenken, wie wir mit unserer Geschichte umgehen. Dazu möchte ich einige Überlegungen anstellen.
Die KPÖ feiert am 3. November den 90. Jahrestag ihrer Gründung. Sie ist die drittälteste Kommunistische Partei der Welt und die einzige Partei Österreichs, die die Perioden von Verfolgung und Illegalität eingeschlossen, während des gesamten 20. Jahrhunderts ohne Unterbrechung bestanden hat.
Aus diesem Anlass gibt der Bundesvorstand der KPÖ eine vom ehemaligen Vorsitzenden Walter Baier verfasste 90seitige Broschüre („Unentwegt Bewegte. Die KommunistInnen 1918 bis 2008.“) heraus, die die wechselvolle Geschichte der Partei zum Inhalt hat.
Auch beim VolksstimmeFest08 war der von der Jungen Linken der KPÖ-Oberösterreich organisierte und betreute Mostschädel-Stand wieder ein beliebter Treffpunkt. Most, edle Schnäpse, Bauernleberkäse, Schmalzbrote und die höllischsten Pfefferoni des Festes waren wieder restlos ausverkauft. Dazu gab es diverse geistige Information durch die linke Zeitschrift für Oberösterreich „Café KPÖ“. Das passende Festwetter trug das seine zum Erfolg des Festes und damit auch des Mostschädel-Standes bei.
Einen Gedenkmarsch für die Opfer und die WiderstandskämpferInnen gegen Faschismus und Krieg veranstaltete die KPÖ am 15. März 2008 in Wien. Über diese Kundgebung gibt es nunmehr ein Video auf DVD, gestaltet von Josef Zaunegger (Kamera) und Percy Treitl (Schnitt und Produktion) mit folgendem Inhalt:
1.) Vor 90 Jahren, am 3. November 1918, wurde die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) gegründet. Die KPÖ ist die einzige Partei Österreichs, die seit ihrer Gründung am Beginn des vergangenen Jahrhunderts und auch unter den Bedingungen der Diktatur und des Faschismus ohne Unterbrechung bestanden hat und bis heute besteht. Die Geschichte der KPÖ ist eng mit dem 2008 begangenen Gedenken an die für Österreich wichtigen Jahre 1918, 1938 wie auch 1968 verbunden. Gleichzeitig ist die KPÖ einer der ältesten kommunistischen Parteien der Welt.
Am 5. April 2008 fand die turnusmäßige Bezirkskonferenz der Linzer KPÖ statt. Landessprecher Leo Furtlehner wies in seiner Begrüßung auf die seit 2004 veränderten Bedingungen für die Arbeit der KPÖ, aber auch auf das gewachsene Interesse an der KPÖ hin und bezeichnete die Konferenz als Beitrag zur Entwicklung der oö Landesorganisation und der Gesamtpartei.
Bezirksvorsitzender Roland Hochstöger ging in seinem Bericht auf die Entwicklung seit 2006 ein und bezeichnete die Vorbereitung auf das Wahljahr 2009 als wichtige Herausforderung. Zur Auseinandersetzung mit der neoliberalen Regierungspolitik stellte er fest: „Wir wollen die KPÖ als Gegenpol entwickeln, als zukunftsorientierte Linkspartei, die wesentliche Themen aufgreift, die Hintergründe und Zusammenhänge darstellt, die aufklärerisch im besten Sinne des Wortes wirkt.“
Die fünf Parlamentsparteien verfolgen in unterschiedlicher Intensität eine neoliberale Politik und werden damit zunehmend austauschbar. Hinreichend deutlich wird das durch die wechselweisen Koalitionsspekulationen dieser Parteien. Die KPÖ wird damit immer stärker zu einer linken Alternative zu dieser etablierten Politik, welche die Reichen noch reicher macht, während Armut und soziale Verunsicherung wachsen.
Auf ein insgesamt aktives Jahr 2007 kann die KPÖ-Oberösterreich zurückblicken. Höhepunkt dabei war zweifellos der 34. Parteitag der KPÖ unter dem Motto „KPÖ aktiv, Partei in Bewegung“ am 8./9. Dezember 2007 in Wien, der eine aktive Bilanz über die Periode seit dem Linzer Parteitag im Dezember 2004 ziehen konnte.
Ausgehend und motiviert vom guten Ergebnis der KPÖ bei der Nationalratswahl 2006 führen wir den Schwerpunkt soziale Gerechtigkeit und Umverteilung unter dem Motto „Es ist genug für alle da“ weiter. Diese Thematik war ein Schwerpunkt des Parteitages und mündete unter anderem auch in das Forderungsprogramm „KPÖ aktiv, Partei in Bewegung“ und in Resolutionen zu den Themen Asylpolitik, Steuerpolitik, EU-Vertrag, Bildungspolitik, Grundeinkommen und Wahlrechtsreform.
Im Zeichen der Konsolidierung der Partei stand der 34. Parteitag der KPÖ, der am 8. und 9. Dezember 2007 im Haus der Begegnung in Wien-Donaustadt unter dem Motto „KPÖ in Aktion – Partei in Bewegung“ stattfand. Schon das Design des Parteitages signalisierte Veränderung: Erstmals bei einem KPÖ-Parteitag saßen sich alle TeilnehmerInnen in einer Sitzordnung nach französischem Muster gegenüber und mit der Diskussionsleitung auf Augenhöhe.
Immer mehr Menschen bezweifeln zu Recht, dass die Parlamentsparteien die anstehenden sozialen und ökologischen Probleme lösen können. Denn immer austauschbarer ist deren Politik. Die Konzerne und die MillionärInnen sind durch die etablierten Parteien hinreichend politisch vertreten. Die Interessen der Lohnabhängigen, Erwerbsarbeitslosen, Prekarisierten und PensionistInnen finden hingegen kaum noch politischen Ausdruck.
Waltraud Fritz-Klackl, Vertreterin der KPÖ im Vorstand der Europäischen Linken
Ich komme gerne an diesen Ort. Vor etwas mehr als 4 Jahren hat hier im Haus der Begegnung eine Parteikonferenz der KPÖ stattgefunden. Um zu klären, ob wir der Europäischen Linkspartei beitreten sollen.