Offener Brief zur Nachfolge in der Linzer Kulturdirektion
Sehr geehrte Damen und Herren!
Der Politik scheint es nicht wichtig zu sein, auf eine Ausgewogenheit der Geschlechter in den Führungsebenen hinzuarbeiten. Wie schon in unserem offenen Brief von Oktober 2009 dargelegt, hat sich die Statistik diesbezüglich nicht wesentlich gebessert. (21% Frauen)
„Das DDR-Bild ist davon geprägt, wie ich die gegenwärtige Gesellschaft erfahre...“ Herta Kuhrig über die Frauen in der Wendezeit
Der 20. Jahrestag von 1989 regt zum Nachdenken über das wiedervereinigte Deutschland an. (Auch) für Frauen ist er Anlass, Bilanz darüber zu ziehen, was aus den Ängsten und Hoffnungen, die mit der Wiedervereinigung verbunden waren, geworden ist.
Der Internationale Frauentag ist ein Tag für die Rechte der Frauen, für den Frieden und eine humane Gesellschaft. „Um die Einführung des politischen Frauenwahlrechts zu beschleunigen“, beschlossen im August 1910 etwa 100 Frauen aus 17 Nationen, „alljährlich einen Frauentag zu veranstalten“, der „internationalen Charakter“ tragen sollte.
Der Beschluss der Sozialistinnen auf ihrer zweiten internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen war eine kleine Revolte mit großer Wirkung. In Frankreich offiziell anerkannt und in den ehemaligen realsozialistischen Ländern ein Feiertag wird der Internationale Frauentag in vielen Ländern am 8. März mit Diskussionen, Veranstaltungen, Demonstrationen, internationalen Treffen, Festen begangen.
Als der Frauentag auf der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Antrag von Clara Zetkin beschlossen wurde, standen insbesondere die Einführung des Frauenwahlrechtes, aber auch der Achtstundentag, Mindestlöhne und Arbeitsschutzgesetze im Zentrum.
Selbstorganisation von SexarbeiterInnen und Beratungsstellen fordern das Ende der Kriminalisierung von SexarbeiterInnen
Der 17. Dezember wird weltweit als Tag gegen Gewalt an SexarbeiterInnen begangen. Anlässlich dieses Aktionstages fordern die Selbstorganisation von SexarbeiterInnen und die Fachberatungsstellen in Österreich ein Ende der Diskriminierung und gesellschaftlichen Marginalisierung von SexarbeiterInnen. Gewalt gegen SexarbeiterInnen äußert sich zwar auf der persönlichen Ebene, wird aber vor allem auch auf der strukturellen Ebene verursacht: durch die stigmatisierenden und diskriminierenden gesetzlichen Regelungen zur Ausübung der Prostitution und durch eine restriktive Migrationspolitik.
Offener Brief zur Nachfolge des Linzer Kulturdirektors
Sehr geehrte Damen und Herren!
Bezugnehmend auf die Artikel und die Diskussionen um die Nachfolge des Linzer Kulturdirektors Siegbert Janko sowie des LIVA Vorstandsdirektors und künstlerischen Leiters des Brucknerhauses Wolfgang Winkler und AEC Leiter Gerfried Stocker sehen wir uns veranlasst, auf eine notwendige Ausgewogenheit der Geschlechter in den Führungsebenen hinzuweisen. Nach wie vor gibt es hierbei erschreckende Statistiken. In Österreich liegt die Frauenquote in dieser Ebene bei ca. 21%. (http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/gender-statistik/022219.html)
Stellungnahme von Magª Gerlinde Grünn, Spitzenkandidatin der KPÖ bei der Gemeinderatswahl 2009 in Linz zu den Forderungen für eine geschlechtergerechte Politik
Kürzlich wurde eine Übersicht der monatlichen Brutto-Durchschnittseinkommen veröffentlicht. Demnach verdienen die ÖsterreicherInnen im Schnitt brutto 2.113 Euro, Männer liegen mit 2.473 Euro etwas darüber, Frauen mit 1.657 Euro deutlich darunter. Das regionale Gefälle reicht von 1.829 Euro im Burgenland bis 2.216 Euro in Vorarlberg (bei Männern von 2.117 ebenfalls im Burgenland bis 2.556 in Oberösterreich, bei Frauen zwischen 1.420 im Burgenland und 1.900 in Wien).
Zeitgeschichte: Interview mit der ehemaligen Betriebskindergärtnerin der Linzer Tabakfabrik und Kommunistin Inge Ertelt.
Gerlinde Gruen und Renate Hofmann sprachen Inge Ertelt. Die Tochter des 1945 im KZ Mauthausen ermordeten Landesobmannes der illegalen KPÖ, Sepp Teufel, leitete lange Zeit den Betriebskindergartens der Linzer Tabakfabrik. Diese soll 2009 geschlossen werden, nachdem der Kinderbetreuungseinrichtung vor langer Zeit schon der Garaus gemacht worden ist.
1997 forderten 645.000 Menschen mit ihrer Unterschrift für das Frauenvolksbegehren die verfassungsmäßige Verankerung gleicher Rechte als Grundlage zum aktiven Abbau der Benachteiligung von Frauen.
Hand in Hand mit konservativen Familienideologien, der regelrechten Bestrafung von Alleinerzieherinnen durch die verschiedenen „Sparpakete“ der rotschwarzen und schwarzblauen Regierung, der Verdrängung von Frauen aus Vollzeiterwerbsarbeitsplätzen ist der Angriff auf die Fristenlösung als eine der wichtigsten Errungenschaften für die Selbstbestimmung der Frauen in den 70er Jahren ein weiterer Versuch des massiven Rückschlags gegen Frauenrechte. Das Leben der Ungeborenen liegt denen am meisten am Herzen, die über das Geborene verfügen wollen!
Im Vorfeld der im Herbst stattfindenden Nationalratswahlen werden die Kanonen in Stellung gebracht. Den Reigen eröffnet hat Salzburgs Weihbischof Laun, der vom österreichischen Staat ein Verbot der Abtreibung fordert und uns auch an seinen xenophoben Neurosen teilhaben lässt: "Wenn Europa die eigene Bevölkerung ausrottet, wird es zu einem großen Altersheim. Es entsteht ein Vakuum, in das andere Völker einströmen“ und „mittelfristig könnte sogar der Stephansdom eine Moschee werden."
Gemäß dem Statut der Stadt Wels bringen wir nachstehende Erinnerung zum Voranschlag 2006/2007 ein und ersuchen, die dafür erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen.
Gemäß Paragraph 50, Absatz 3 des Statuts der Landeshauptstadt Linz bringen wir nachstehende Erinnerung zum Voranschlag 2006 ein und ersuchen, die dafür erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen:
An drei Indikatoren können wir auch heute ablesen, wie weit es um die Gleichstellung der Frauen aus Sicht der Gewerkschafterinnen bestellt ist: dabei geht es um „Uraltforderungen“, die nur scheinbar erfüllt sind, jedoch bei genauerer Betrachtung aktuell sind wie vor Jahrzehnten – allein die Verpackung der Probleme hat sich geändert, ist zeitgemäßer und ansehnlicher geworden, sodass die Probleme selbst nicht mehr so dringlich erscheinen wie vor 30 oder 40 Jahren. Dadurch gelang es auch immer wieder, Frauenfragen auf die lange Bank zu schieben, hintan zu reihen und, wenn überhaupt, nur halbherzig in Angriff zu nehmen.
Auf der Grundlage eines jahrzehntelangen Engagements von Genossinnen für Frauenrecht und bereits vorhandener Resolutionen und aktionspolitischer Orientierungen hatte die KPÖ als erste Partei auf einer frauenpolitischen Konferenz im Juni 1990 ein Frauenprogramm beschlossen. Die Entwicklungen und theoretischen Debatten der letzten Jahre haben eine Überarbeitung und Neuauflage notwendig gemacht.
Die Bilanz der Frauenpolitik seit Antritt der blauschwarzen Regierung im Februar 2000 ist eindeutig negativ. Mit der Auflösung eines eigenständigen Frauenministeriums wurde Frauenpolitik faktisch durch Familienpolitik ersetzt und die Losung „Zurück an den Herd“ zum Regierungsprogramm gemacht. Die Ernennung von Herbert Haupt zum „Frauenminister“ und die geplante Schaffung einer „Männerabteilung“ in dessen Ministerium setzen dem die Krone auf.
Stellungnahme von Mag. Karin Antlanger, Kandidatin der LINKE. Opposition für ein solidarisches Europa - Europäische Linke, KPÖ, Unabhängige zu den Wahlprüfsteinen für eine familienfreundliche Europapolitik