Harsche Kritik hagelt es von der KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn am geplanten 109-Meter-Turm der Kufsteiner "Bodner Gruppe" im Tabakfabrik-Areal: "Dieser Turm ist nichts anderes als ein weiteres Symbol für eine völlig verfehlte Städtebaupolitik in Linz. Das international bekannte Schlagwort dafür heißt Investorenarchitektur".
Es ist eine nichtssagende, austauschbare und unwirtliche Architektur, die außerdem aufzeigt, dass nicht Allgemeininteressen und die Bevölkerung im Mittelpunkt der Stadtentwicklung stehen, sondern die Profitinteressen einiger weniger.

Die vielen negativen Auswirkungen von Investorenhochhäusern sind hinlänglich bekannt. Der Tabakfabrik-Turm wird durch den Bau einer 720 Stellplätze umfassenden Tiefgarage mehr Autoverkehr erzeugen und führt damit zu zusätzlichen Belastungen und einer verminderten Lebensqualität für die Stadtbevölkerung.

Grünn weiter: "Das Argument des Bürgermeisters, Hochhausbauten sind unbedingt notwendig, da in der Stadt der Platz fehle, ist einfach falsch und Ausdruck einer Kapitulation der Politik vor Wirtschaft und Geld. Natürlich gibt es in Linz genug Leerstand und Platz, wenn bestehende Räume effizienter genutzt würden und nicht jedem Investorenbegehren sofort nachgegeben würde." Die KPÖ steht daher klar auf Seite der Mehrheit der Bevölkerung und der Anrainer*innen und lehnt das Hochausbauprojekt grundsätzlich ab. "Es ist als Armutszeugnis zu werten, wenn gerade ein sozialdemokratischer Bürgermeister nicht die Interessen der Stadtbevölkerung verteidigt und für leistbaren Wohnraum sorgt, sondern sich stattdessen auf die Seite der Spekulanten und Investoren stellt", meint Grünn abschließend.

(Foto: Stadt Linz)