Alle Jahre wieder: Anfang Dezember wurden bei einer Pressekonferenz mit Verkehrslandesrat Steinkellner (FPÖ) wieder Preiserhöhungen beim Oberösterreichischen Verkehrsverbund (OÖVV) angekündigt. Demnach sollen die Preise für die unterschiedlichen Öffi-Karten zwischen 2,5 Prozent und über 7 Prozent (Einzel- und Tageskarten in Wels und Steyr) erhöht werden. Die Linz Linien werden wahrscheinlich mit einer Erhöhung der Zeitkarten (Aktivpass, Monats- und Jahreskarten, Semesterkarten, Job-Ticket) nachziehen. Dazu der KPÖ-Landessprecher Michael Schmida: "Die KPÖ-Oberösterreich fordert einen Tariferhöhungsstopp im öffentlichen Verkehr, so zum Beispiel beim OÖVV. Gerade jetzt ist der falscheste Zeitpunkt wieder einmal die Tarife zu erhöhen. Der öffentliche Verkehr hat durch die Corona-Pandemie ohnehin mit Image-Problemen zu kämpfen. Außerdem hat sich für viele Menschen, vor allem für jene die auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind, die finanzielle Situation durch Corona nicht verbessert. Jetzt wäre der Zeitpunkt ein eindeutiges Zeichen für einen preiswerten öffentlichen Verkehr zu setzen und die Tariferhöhung auszusetzen", meint Schmida.

Der KPÖ-Landessprecher weiter: "Außerdem dürfen die Konkurrenznachteile die der öffentliche Verkehr gegenüber dem privaten motorisierten Individualverkehr ohnehin hat, nicht durch jährlich steigende Fahrpreise noch größer werden. Das Land soll die Subventionen für den OÖVV erhöhen, statt sinnlose, Millionen bzw. Milliarden Euro teure Straßenverkehrsprojekte zu finanzieren. Längerfristig sollen nach Ansicht der KPÖ wichtige soziale Infrastrukturleistungen, zu dem auch der öffentliche Verkehr zählt, kostenlos allen zur Verfügung stehen. Die KPÖ tritt daher für einen Nulltarif auf den Öffis ein."

Umfassende Infos zum Thema Freifahrt bietet die Linzer KPÖ auf der Website http://www.freifahrtlinz.at

(Foto: OÖVV)