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KPÖ-Kritik am Herbstferienfahrplan: Falsches Signal

  • Sonntag, 18. Oktober 2020 @ 11:15
News Durch die erstmals in Österreich bundesweit einheitlichen Herbstferien kommt es zwischen 27. Oktober und 2. November zu einer Ausdünnung des Öffi-Angebots in Oberösterreich. KPÖ-Verkehrssprecher und Landessprecher Michael Schmida sieht darin ein falsches Signal: „Schon im Normalfahrplan sind die Öffis zu bestimmten Zeiten sehr ausgelastet und gerade durch die Corona-Pandemie sollten mehr Kapazitäten zur Verfügung stehen.“

Der Ferienfahrplan ist zudem eine vertane Chance für den öffentlichen Verkehr: „Jetzt in der Corona-Zeit verbringen zum Beispiel Familien ihre Frei- und Ferienzeit im Inland und es wäre sinnvoll, wenn sie die Öffis auch entsprechend für Freizeitaktivitäten nutzen könnten. Der OÖVV müsste daher eine Ferienaktion ins Leben rufen, um für den öffentlichen Verkehr in Oberösterreich zu werben. Dazu gehören auch attraktive Fahrpläne!“

Die KPÖ fordert generell eine Öffi-Offensive mit Ausweitung des Angebots nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten, sondern auch am Tagesrand und am Wochenende: „Wer wirklich die Verkehrswende will, muss auch Fahrten mit geringerer Auslastung in Kauf nehmen. Nur so wird längerfristig ein Umstieg möglich gemacht“, ist Schmida überzeugt. „Es stellt sich nämlich grundsätzliche die Frage, ob man den öffentlichen Personenverkehr ausbauen will und ein permanentes, dichtes, bequemes, verlässliches Angebot schafft oder fährt man einen oft ausgedünnten 'Nachfragefahrplan'. Mit zweiterem wird man jedenfalls nicht viele zum Umsteigen bewegen.“

Kritik übt der KPÖ-Verkehrssprecher an den Verantwortlichen in der Politik und beim Verkehrsverbund. „Wenn der Bund einerseits ein billiges 1-2-3 Ticket verspricht, andererseits aber sofort die Mittel für Öffi-Angebote in Ferienzeiten kürzt, ist das nicht stimmig. Aber auch der oberösterreichische Verkehrsverbund hätte anders entscheiden können, als sofort Angebotsleistungen zu kürzen. Schließlich ist er im Eigentum des Landes“, fordert der KPÖ-Politiker mehr finanzielle Beteiligung vom Land.

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