Als "unfassbar" bezeichnet KPÖ-Linz Verkehrssprecher Michael Schmida den Plan die Bushaltestelle "Untere Donaulände" beim Lentos verlegen zu wollen. Wie gestern bekannt wurde, will die Stadt Linz die dortige Bushaltestelle nach hinten versetzen und dafür Bäume und den Fuß- und Radweg "opfern". Dazu der KPÖ-Verkehrssprecher: "Die regierende Verkehrspolitik will wirklich noch immer dem Autoverkehr in dieser Stadt mehr Platz geben. Sie zeigt damit einmal mehr, dass ihr ganzes Gerede über Klimahauptstadt und umweltfreundliche Mobilität nur eines ist, nämlich Gerede! Außerdem würde eine Verbreiterung der Straße im anschließenden Kreuzungsbereich die Verkehrssicherheit von Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen zusätzlich gefährden. Wir fordern daher den sofortigen Stopp jeglicher Planungen die Busbucht an der Unteren Donaulände zu verlegen!".

Stattdessen will die Linzer KPÖ die Errichtung einer Busspur an der Unteren Donaulände bis zur Kaisergasse, damit die Buspendler*innen nicht weiter im Stau stehen. Zusätzlich zum Vorrang für den öffentlichen Verkehr verlangt die KPÖ eine massive Taktverdichtung bei den bestehenden Linien und verstärkte Öffi-Angebote für die Industriezeile. Kritik übt Michael Schmida dabei auch an den Linzer Betriebsräten, die den Umbau der Bushaltestelle im Juli gefordert haben: "Was ist das für eine Arbeitnehmervertretung, die noch immer nicht erkannt hat, dass es weder im Sinne der Umwelt noch der Arbeiter*innen und Angestellten ist, für den Ausbau von Straßen und mehr Autoverkehr zu sein? Eine solche Haltung ist weder ökologisch noch sozial! Stattdessen sollen die Betriebsräte für ein besseres Öffi-Angebot inklusive Busspuren kämpfen", meint Schmida.

KPÖ fordert Öffi-Ausbau: Maßnahmenpaket für Linzer Osten notwendig http://ooe.kpoe.at/article.php/20181219102225521