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Öffi-Plan der Stadt Linz: Tunnelbauinitiative statt Öffi-Offensive

  • Mittwoch, 23. September 2020 @ 09:28
News Vernichtend fällt das Urteil von KPÖ-Linz Verkehrssprecher Michael Schmida zur vorgelegten "Nahverkehrsinitiative des Infrastrukturreferenten" aus. Der Infrastrukturreferent Hein (FP) hat gemeinsam mit dem Linzer Bürgermeister Luger (SP) für die kommende Gemeinderatssitzung am 24. September einen Antrag vorgelegt, in dem grundsätzliche Überlegungen und Planungen hinsichtlich zukünftigen Öffi-Ausbau in und rund um Linz durch den Linzer Gemeinderat bestätigt werden sollen.

Dazu der Linzer KPÖ-Verkehrssprecher: "Die dabei herausgekommene Gemeinderatsvorlage liest sich wie eine 'eierlegende Wollmilchsau'. Alles in allem werden hier aber wieder einmal schon bekannte, nicht finanzierbare und wenig nützliche Leuchtturm-Großprojekte der Planung freigegeben. Die KPÖ wird dementsprechend, wie bei den vergangenen Anträgen mit ähnlichem Inhalt, der Vorlage nicht zustimmen." Schmida weiter: "Weniger ist oft mehr - auch beim Öffi-Ausbau! Vor allem was die Planung und Umsetzung von Großprojekten betrifft. Mehr kleinere, schneller umsetzbare Vorhaben, statt Luftschlösser, die dann nicht kommen und schon in der Planung - geschweige denn wenn sie dann doch realisiert werden sollten - viel zu viel kosten."

Der KPÖ-Verkehrssprecher verweist auf die bereits ad acta gelegte "Neue Schienenachse Linz" (NSL): "Obwohl die NSL im Verhältnis zu den hohen Kosten eine viel zu geringe Wirkung hat und nie finanzierbar sein wird, steht sie nun wieder samt Obus-Projekt als 'Vorläufer' der NSL im Grundsatzpapier. Dabei zeigte die Stadt 2019 schon einmal kurz mit 'Obus statt Straßenbahn' Einsicht. Das Prestigeprojekt NSL ist offenbar jedoch nicht wegzubekommen. Und so soll weiterhin in sinnlose Planungen für dieses unsichere und unfinanzierbare Projekt investiert werden. Dabei sind richtige Obus-Linien keine Zwischenlösungen, sondern dort wo es sinnvoll ist, das logische öffentliche Verkehrsmittel zwischen Bus und Straßen- bzw. Stadtbahn."

Statt einer teuren "Zwischenlösung" für die NSL fordert der Linzer KPÖ-Verkehrssprecher wirkliche Obus-Lösungen in Form der Umstellung der Buslinien 12, 25 und 27 auf elektrischen Obus-Betrieb inklusive Taktverdichtung. Außerdem soll die Linie 25 bis zum Mühlkreisbahnhof verlängert werden und der Bahnhof zum Nahverkehrsknoten mit attraktiven Umsteigemöglichkeiten ausgebaut werden.

"Einer 'Schienenachse' etwa in Form der Verlängerung der Mühlkreisbahn wird die KPÖ nur dann zustimmen, wenn sie - so weit wie möglich - oberirdisch verläuft. Die vorgelegte 'Nahverkehrsinitiative' mit hauptsächlich teuren, für Fahrgäste unattraktiven, unterirdischen Strecken und Haltestellen, sollte sich hingegen eher Tunnelbau- oder Steuergeldverschwendungsinitiative nennen", so Schmida abschließend.

Weiters: Mobilitätskonzept der Stadt Linz: Viel heiße Luft und nichts dahinter! ➡ http://ooe.kpoe.at/article.php/20200831145247345
Kritik der KPÖ an teurem Prestigeprojekt NSL bestätigt: ➡ http://ooe.kpoe.at/article.php/201908...=%C3%96ffi




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