Mit großen Papierschiffen machten die Jungen Linken in der Linzer Innenstadt auf das Massensterben vor Europas Toren aufmerksam. Sowohl im Mittelmeer, als auch an den Landgrenzen sterben nach wie vor Menschen auf der Flucht.

“Politiker in ganz Europa reden zwar groß von Hilfe vor Ort, bringen aber nichts weiter. Stattdessen behindern sie freiwillige Retter bei der Arbeit und überhäufen sie mit Klagen”, sagt Julian Matjasic von den Jungen Linken Linz-Stadt Laut dem Statistikbüro statista sind in den letzten fünf Jahren geschätzte 12.000 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken. Staatliche Rettungsmissionen wie Sophia wurden von den Regierungen zuletzt eingestellt. Freiwilligen, die mit selbst finanzierten Rettungsschiffen Ertrinkende retten wollen, werden von der Politik sogar behindert, indem ihre Rettungsboote monatelang in Häfen festgehalten werden. Damit machen sich die europäischen Regierungen direkt mitschuldig am Massensterben im Mittelmeer, so die Jungen Linken Linz. Auch die schwarz-grünen Regierungsparteien in Österreich würden zwar bei jeder Gelegenheit von Solidarität und Hilfe vor Ort reden, aber nichts tun.

“Bundeskanzler Kurz genehmigt sich mehrere Millionen als Körberlgeld für seine Selbstinszenierung, aber für Menschen die unter Lebensgefahr vor Krieg und Not flüchten, rührt er nicht einmal den kleinen Finger. Mitmenschlichkeit sieht anders aus”, sagt Matjasic. Laut den Jungen Linken braucht es sichere und legale Fluchtwege für Menschen, die vertrieben werden. Derzeit bleibt Flüchtenden, etwa aus den Kriegsgebieten in Syrien und Libyen, nur die gefährliche Flucht über das Mittelmeer. “Jeder hat ein Recht auf ein sicheres Leben. Es ist eine Frage der Menschlichkeit, Flüchtenden in Not zu helfen”, stellt Matjasic abschließend klar.

Freitagmittag, ab 13 Uhr, veranstalten die Jungen Linken zusätzlich einen Infostand am Schillerplatz.

Info: http://www.jungelinke.at