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MKÖ zwang Rechtsextremisten Duswald zum Widerruf

  • Dienstag, 16. Juni 2020 @ 10:12
Antifa Der Rechtsextremist Manfred Werner „Fred“ Duswald aus Neumarkt am Hausruck (Bezirk Grieskirchen) treibt seit Jahrzehnten sein Unwesen. Schon 1974 wurde der Burschenschafter („Danubia München“) Bundeskassier der „Nationaldemokratischen Partei“ (NDP). Außerdem war er Vorstandsmitglied des „Vereines Dichterstein“ in Offenhausen. Sowohl die NDP als auch der „Verein Dichterstein“ wurden wegen NS-Wiederbetätigung behördlich aufgelöst.

Bundesweit bekannt – oder besser berüchtigt – ist Duswald, seit er im FPÖ-nahen Hetzblatt „Aula“ die befreiten Mauthausen-Häftlinge als „Landplage“ und „Massenmörder“ diffamiert hat. Dieser Rufmord löste eine Justizaffäre und Prozesse bis hin zum Europäischen Gerichtshof aus. Er stand auch am Beginn einer öffentlichen Debatte über die „Aula“, die im Juni 2018 nach weiteren „Einzelfällen“ zu deren Einstellung führte.

Zuletzt unterstützte das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) nicht nur Holocaust-Überlebende gegen Duswald, sondern ging rechtlich auch direkt gegen ihn vor. Der Grund: Duswald hatte bei einer rechtsextremen Tagung in Deutschland behauptet, das MKÖ bestehe „nur aus KZ-Laien“ und belüge Schulkinder. Ein Video mit Duswalds Aussage wurde vom ewiggestrigen Mediendienst „Nordland.tv“ auf YouTube gestellt.

„Es war klar, dass wir uns solche Schmutzkübelattacken nicht gefallen lassen. Denn wir vertreten das Vermächtnis der überlebenden Häftlinge des KZ Mauthausen und seiner Außenlager“, sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi.

Das Mauthausen Komitee beauftragte die Rechtsanwältin Maria Windhager, eine angesehene Spezialistin für Medienrecht. Sie drohte Duswald und „Nordland.tv“ mit entsprechenden Klagen. „Und siehe da:
Die ach so deutschen Recken verließ rasch der Heldenmut“, stellt Mernyi trocken fest.

„Nordland.tv“ kapitulierte gleich. Der Verantwortliche des Mediendienstes gab eine Unterlassungserklärung ab und nahm das Sudelvideo vom Netz. Bei Duswald dauerte es kaum länger. Er zog seine Behauptungen über das MKÖ zurück. Sein Widerruf wird durchgehend bis 2. September veröffentlicht, und zwar ebenfalls auf YouTube: https://youtu.be/cz-iM78eMZs ! Natürlich tragen Duswald und „Nordland.tv“ sämtliche Kosten. Die Blamage für die Rechtsextremisten ist groß.

„Ich danke Frau Dr. Windhager für ihre hervorragende Arbeit“, betont Mernyi. „Sie hat uns schon gegen den FPÖ-Nationalratsabgeordneten Gerhard Deimek erfolgreich vertreten, als dieser unsere ‚Einzelfälle‘-Broschüre ohne den geringsten Beleg als ‚Fake und
gelogen‘ diskreditieren wollte.“

Infos: www.mkoe.at

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