Unter dem Titel „Wir haben Platz für Menschen aus den Lagern in Griechenland“ wurden am 14. Mai 2020 mehr als 200 Paar Schuhe von 150 AktivistInnen vor dem Neuen Rathaus in Linz aufgestellt. Sie sollten vor der Gemeinderatssitzung der Stadt Linz auf die Menschen in den Lagern in Griechenland aufmerksam machen, die unter verheerenden Umständen leben müssen: Weniger als ein Quadratmeter zum Schlafen, 1000 kcal und 1,5 Liter Wasser pro Tag, während in Linz Quartiere leer stehen und ausreichend Platz vorhanden wäre. Die Plattform Solidarität OÖ als Veranstalterin der Kundgebung fordert ein klares Bekenntnis von Bürgermeister Luger und den Gemeinderätinnen und -räten der Stadt Linz: „Die Stadt Linz soll als Friedensstadt ihre Bereitschaft dazu erklären, Menschen aus den Lagern in Griechenland zu retten.“ Von Bürgermeister Luger fordern die Veranstalter, dass er sich der Initiative der sozialdemokratischen „BürgermeisterInnen mit Herz“ anschließt. Einen Erfolg kann die Initiative bereits verbuchen: In der Sitzung im Gemeinderat im Anschluss an die Kundgebung steht das Thema auf der Tagesordnung.

Als Statements bei der Veranstaltung wurden gefordert: Linz hat Platz! Fluchtursachen bekämpfen, nicht die geflüchteten Menschen! Keine Gewalt gegen geflüchtete Menschen! Menschenrechte und Menschenwürde dürfen nicht verletzt werden! Gesicherte Aufnahme und Betreuung von geflüchteten Menschen aus griechischen Lagern! Schutz von Menschen und nicht von Grenzen!

Kooperationspartner*innen der Plattform Solidarität OÖ sind: Omas gegen Rechts, Fairness Asyl, Pax Christi, Arcobaleno, SOS-Menschenrechte, Verein für mich und du und Verein Zu-Flucht