„Als völlig jenseitig“, bezeichnet Michael Schmida, Verkehrssprecher der Linzer KPÖ, die Idee von Vizebürgermeister Hein (FP) ein Autokino auf dem Urfahraner Jahrmarktgelände errichten zu wollen: „Als bräuchte es noch einen Beweis, dass Linz um jeden Preis eine autogerechte Stadt sein will, liefert die Stadtpolitik immer wieder neue Beispiele dafür“, kritisiert Schmida. Es ist nicht zu übersehen, dass die kleinen Bemühungen vor der Corona-Krise die Stadt ökologischer und klimagerechter zu machen, nun auf einen Schlag durch das regierende politische Personal wieder zunichte gemacht werden. Bei den aktuellen Vorstellungen und Vorhaben der Stadtpolitiker kommt nun zum Vorschein, was ohnehin schon immer praktische Politik war.

Die Linzer Stadtpolitik ist kilometerweit von einer ökologischen und sozialen Wende entfernt: „Die Entscheidungen, die sie trifft, haben nur den Wirtschaftsstandort auf Kosten von Mensch und Natur im Blick. Corona hat das leider nur noch einmal verstärkt. Das Autokino ist dafür ein tragisches Beispiel“, so Schmida abschließend. Zweifellos auch für die Stadt anfallende Kosten für ein solches Autokino sollten besser als Direktförderung für Linzer Programmkinos zur Verfügung gestellt werden, um diesen das Überleben zu sichern.