Zwanzig oberösterreichische SPÖ-Bürgermeister*innen erklärten sich Anfang März 2020 dazu bereit, Familien und Kinder aus den griechischen Lagern in ihren Gemeinden zur Abwendung einer humanitären Katastrophe aufzunehmen. Diese Aktion „Bürgermeister*innen mit Herz“ ist auch angesichts von der Corona-Pandemie von besonderer Dringlichkeit. „Da die Bundesregierung die Verantwortung für die Flüchtlinge in den griechischen Camps verweigert, muss die kommunale Politik tätig werden und Druck auf die österreichische Bundesregierung ausüben“ meint dazu die Linzer KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn.

Die Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg haben bereits unbegleitete Kinder aus den überfüllten griechischen Flüchtlingscamps aufgenommen, um die unerträgliche Situation vor Ort zu entspannen. Denn Solidarität endet nicht vor der eigenen Haustür, sondern muss sich gerade in der Krise bewähren.

Gemeinderätin Grünn appelliert daher an Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) sich der Aktion „Bürgermeister*innen mit Herz“ anzuschließen und durch die Aufnahme von Flüchtlingen in Linz aktive Solidarität zu üben: „Der Friedensstadt Linz, die sich ja mit dem damit verbundenen Selbstverständnis zu solidarischen Handeln verpflichtet, würde es gut anstehen, eine Vorreiterrolle für die Aufnahme von Familien und Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern einzunehmen“ so Grünn abschließend.