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Frauen im Hintertreffen

  • Montag, 30. März 2020 @ 08:00
Linz Gerlinde Grünn über die Benennung von Straßen und Plätzen als ein immer wiederkehrendes Thema der Kommunalpolitik.

Straßennamen dienen nicht nur der Orientierung. Sie erzählen Geschichten, erinnern an wichtige Ereignisse und ehren Persönlichkeiten. Das Gedächtnis einer Stadt manifestiert sich so im öffentlichen Raum, bewahrt, polarisiert und grenzt auch aus. Unvergessen hier das hartnäckige Engagement von Gemeinderat Franz Kain, der 1986 die Umbenennung der Langothstraße durchsetzte.

Davor ehrte die Stadt jahrzehntelang einen SS-General, der als Richter am Volksgerichtshof 41 Todesurteile verantwortete und von 1943 bis 1945 Linzer Oberbürgermeister war, mit einer Straßenbenennung. Aktuell überprüft das Linzer Stadtarchiv, initiiert durch einen Antrag der KPÖ und der Grünen zur Dinghoferstraße, alle Straßennamen auf antisemitische und nationalsozialistische Spuren.

Interessant ist aber nicht nur was ist, sondern auch was fehlt. In der Jänner-Sitzung beantwortete Bürgermeister Luger eine KPÖ-Anfrage nach der Verteilung von Straßenbenennungen nach Frauen und Männern. Das Ergebnis: Nur 47 von insgesamt 1.152 Linzer Straßen tragen Frauennamen, 510 hingegen die Namen von Männern.

Dieses Missverhältnis sorgte für Empörung. Zumal kurz danach der Stadtsenat wieder zwei Straßenneubenennungen nach Männern vornahm. Die mangelnde Sichtbarkeit von verdienstvollen Frauen im Stadtbild ist also nicht nur Folge jahrhundertlanger patriarchaler Verhältnisse, die Frauen von Ämtern fernhielt, sondern auch eine gehörige Portion Ignoranz gegenüber den Leistungen von Frauen in Politik und Kunst trotz patriarchaler Ausgrenzung.

Auf Initiative der KPÖ wurden in den vergangenen Jahren in Ebelsberg die Widerstandskämpferin Gisela Tschofenig-Taurer und in Pichling die Schriftstellerin Henriette Haill mit einer Straßenbenennung geehrt. In der März-Sitzung wurde nun mehrheitlich gegen die FPÖ beschlossen, alle Straßennamen im Neubaugebiet Ebelsberg nach Frauen zu benennen. Vorschläge dafür können beim Linzer Stadtarchiv eingebracht werden.

Am Rande sei noch erwähnt, dass eine von der KPÖ und den Grünen vorgeschlagene Straßenbenennung nach der Menschenrechtsaktivistin und gebürtigen Linzerin Ute Bock letztes Jahr an den Stimmen der ÖVP und der FPÖ im Linzer Stadtsenat scheiterte.

Café KPÖ #63, März 2020



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