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Straßen im „Garten Ebel“ werden nach Frauen benannt

  • Freitag, 6. März 2020 @ 11:11
Frauen Kurz vor dem Internationalen Frauentag hat der Gemeinderat gestern ein wichtiges Signal zur Sichtbarmachung verdienstvoller Linzerinnen im öffentlichen Raum gesetzt. Konkret hat das Stadtparlament den gemeinsamen Antrag der Grünen und der KPÖ beschlossen, alle Verkehrswege im künftigen Stadtteil „Garten Ebel“ nach Frauen zu benennen.

„Frauen sind im öffentlichen Raum massiv unterrepräsentiert. Es ist höchste Zeit das zu ändern und einen Ausgleich zu schaffen. Dazu ist der erste Schritt jetzt getan“, zeigen sich die Grüne Antragsstellerin Rossitza Ekova-Stoyanova und KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn erfreut.

Wie groß die Schieflage zwischen Frauen und Männern bei der Benennung von Verkehrsflächen in der Landeshauptstadt, zeigt folgende Statistik eindrücklich. Nur 47 der insgesamt 1.152 Linzer Straßen sind derzeit nach Frauen benannt – hingegen 510 nach Männern. Dank der erfolgreichen Gemeinderatsinitiative wird der in Ebelsberg auf dem Kasernenareal und den angrenzenden Sommergründen entstehende „Garten Ebel“ der erste Linzer „Frauen-Stadtteil“ bezüglich der Präsenz im öffentlichen Raum sein.

Dafür hat sich der Gemeinderat gestern mit Stimmen von Grünen, KPÖ, SPÖ, ÖVP und NEOS ausgesprochen. „Welche Personen mit dieser Auszeichnung bedacht werden, muss natürlich noch diskutiert werden. Klar ist, dass genügend Frauen für diese Würdigung in Frage kommen“, bekräftigen Ekova-Stoyanova und Grünn.

Nach welchen Frauen sollen Straßen benannt werden? Vorschläge sind willkommen: Nach welchen Frauen die Straßen im „Garten Ebel“ künftig benannt werden muss noch entschieden werden. Ideen der BürgerInnen dazu sind dabei herzlich willkommen.

Wer hier Vorschläge machen möchte, kann gerne ein E-Mail an ooe@kpoe.at oder linz@gruene.at schicken. Wir leiten die eingegangenen Namensvorschläge dann an die Stadt weiter. Grundsätzlich gilt, dass in Linz Straßen nur nach verstorbenen Persönlichkeiten benannt werden. Die Entscheidung, nach wem eine Straße benannt wird, trifft der Stadtsenat nach einer vorigen inhaltlichen Prüfung durch das Stadtarchiv.



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