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OÖ Netzwerk zum Antisemitismus von Stelzhamer

  • Dienstag, 28. Januar 2020 @ 18:00
Antifa Kein Verschweigen des radikalen Antisemitismus von Landeshymnen-Dichter Stelzhamer mehr!

2019 hat die Stadt Wien in der Stelzhamergasse an einer prominenten Stelle direkt gegenüber dem stark frequentierten Bahnhof und Shoppingcenter Wien-Mitte unter dem Straßenschild eine große Zusatztafel anbringen lassen, die auf antisemitische Stereotype verweist, von denen viele Texte des Dichters der oberösterreichischen Landeshymne geprägt sind.

Damit wurde eine alte Forderung zahlreicher Initiativen eingelöst, die überall solche Ergänzungstafeln für nötig hält, wo Franz Stelzhamer durch Denkmäler oder Benennungen von Verkehrsflächen und Schulen geehrt wird. Das Land Oberösterreich und die zahlreichen Gemeinden in unserem Bundesland, in denen sich solche Orte des Andenkens finden, haben bisher entweder gar nicht reagiert oder, wie das Kommunalparlament der Landeshauptstadt, dem Antrag auf Umsetzung die Zustimmung verweigert.

Angesichts des alarmierenden Erstarkens von Rechtsextremismus und Antisemitismus ist es unhaltbar, wenn selbst die offizielle Website des Landes Franz Stelzhamer als untadelige Persönlichkeit darstellt, der zwar alle möglichen Universitätsstudien zugesprochen werden, die er meist ohne jede Prüfung nach wenigen Wochen abgebrochen hat. Aber über seinen Judenhass, der in einem nur dürftig verbrämten Genozidverlangen gipfelt, findet sich bis heute kein Wort.

Dass ein Text eines solchen Dichters nur wenige Jahre nach dem Ende des Holocaust als Landeshymne ausgewählt wurde, ist die eine Sache. Dass Stelzhamers originärer, um 1850 unüblich radikaler Antisemitismus auch im Jahr 2020 höchstens in nur Insidern bekannten Publikationen, nicht aber im öffentlichen Raum thematisiert wird, geht nicht an.

Das oberösterreichische Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus ruft daher alle Zuständigen in ganz Oberösterreich auf, sich zum Problemfall Franz Stelzhamer zu bekennen und es wie die Stadt Wien zu halten. Diese unangenehme Wahrheit ist den Menschen zumutbar, sie verschämt zu verschweigen, ist dagegen unzumutbar.

Beschlossen vom Netzwerktreffen des OÖ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus am 28.1.2020 in Linz



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