Für die Gemeinderatssitzung am 23.1.2020 hat KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn eine Anfrage an Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) zum Thema Straßenbenennungen eingebracht. Der Wortlaut der Anfrage: Sehr geehrter Herr Bürgermeister, laufend werden in Linz neue Verkehrsflächen geschaffen und brauchen eine Benennung. So soll etwa in der Stadtsenatssitzung vom 16.Jänner 2020 eine Verkehrsfläche in Lustenau nach dem Firmengründer Arthur Porr benannt werden.

Ein kurzer Blick in das Verzeichnis der Linzer Straßen genügt um festzustellen, daß auch in Linz die Straßenbenennung nach Männern dominiert. Die Sichtbarkeit von verdienstvollen Linzerinnen ist damit im Straßenbild zu wenig gegeben und das ist wohl auch unumstritten nicht mehr zeitgemäß.

Da derzeit im Linzer Süden etwa auf dem Gelände der Kaserne Ebelsberg oder in Pichling große Bauvorhaben auch mit Straßenneubauten bevorstehen, bietet sich hier die Gelegenheit Ausgleich zu schaffen und bevorzugt verdienstvolle Linzerinnen mit einer Straßenbenennung ins rechte Licht zu rücken.

Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage:

Herr Bürgermeister, wie viele Verkehrsflächen in Linz sind insgesamt benannt? Und wie viele davon getrennt nach Männern und Frauen? Wie viele Straßennamenvergaben gab es in den letzten vier Jahren getrennt nach Männern und Frauen? Welche Kriterien legt der Stadtsenat bei Neubenennungen von Verkehrsflächen fest? Welche Überlegungen gibt es um verstärkt Neubenennungen nach Frauen vorzunehmen?

Mag. Gerlinde Grünn
KPÖ-Gemeinderätin