Für die Gemeinderatssitzung am 5.12.2019 hat KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn eine Anfrage an Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) zum Thema Tierversuchslabor an der Johannes-Kepler-Universität eingebracht. Der Wortlaut der Anfrage: Sehr geehrter Herr Bürgermeister, laut einem Artikel in den OÖ Nachrichten ist an der Medizinfakultät der Linzer Johannes-Kepler-Universität die Errichtung eines Labors für tierexperimentelle Forschung geplant. In anderen Ländern hat man hingegen erkannt, dass tierversuchsbasierende Forschung neben dem ethischen Bedenken des verursachten Tierleids auch im Forschungsergebnis für die Humanmedizin Mängel aufweist.

Innovative biomedizinische Grundlagenforschung strebt daher nach Alternativen für Tierversuche. So hat etwa die Charitè Universitätsmedizin Berlin erst im November 2018 ein Zentrum für die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen eröffnet, um innovative biomedizinische Methoden ohne Tierleid voran zu treiben.

Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wird im Rahmen der Förderung der Johannes Kepler Universität Linz (Voranschlag 2020/2021: Wissenschaftsförderung jeweils 50.000 Euro, JKU jeweils 100.000 Euro im Jahr und Linzer Hochschulfonds jeweils 189.000 Euro) auch die Errichtung des Tierversuchslabors gefördert?

Halten Sie es als mit dem Anspruch einer Stadt der Innovation vereinbar, wenn umstrittene und veraltete Methoden der Forschung in Linz forciert werden?

Mag. Gerlinde Grünn
KPÖ-Gemeinderätin

Der Bürgermeister beantwortete die Anfrage mündlich bei der Gemeinderatssitzung: Wortprotokoll-Auszug der 38. Gemeinderatssitzung am 5.12.2019 https://www.linz.at/Politik/GRSitzung...TopId=3383