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voestalpine: Die Aktionäre in die Pflicht nehmen

  • Freitag, 8. November 2019 @ 08:27
News Die Flaute des jahrelang als Vorzeigeunternehmen bejubelten voestalpine-Konzerns zeigt jetzt in aller Deutlichkeit eine falsche Orientierung der Geschäftspolitik des Vorstandes, konstatiert KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner: „Wenn jetzt vom neuen voestalpine-Boss Herbert Eibensteiner gefordert wird aufzuräumen und einen „Tritt auf die Kostenbremse“ zu machen, gilt es sich dagegen zu wehren, dass dies auf Kosten der Beschäftigten erfolgt“, so Furtlehner.


Wer Konzernpolitik ausschließlich an Profit und Dividende misst verkennt, dass die Wirtschaft den Menschen dienen muss und nicht die Beschäftigten zur Mehrung des Reichtums einer parasitären Minderheit. Jetzt will man offensichtlich den Einbruch des Gewinns in der Halbjahresbilanz von 319,9 auf 115,2 Millionen Euro bzw. von 1,69 auf 0,54 pro Aktie zum Anlass nehmen massiv Arbeitsplätze zu vernichten, anstatt die jahrelang satte Dividenden kassierenden Aktionäre in die Pflicht zu nehmen. Ein erster Schritt dabei muss ein sofortiger Dividendenstopp für die Aktionäre sein.

Bereits mit Stand vom September 2019 ging im Rahmen von „Kostensenkungs- und Effizienssteigerungsmaßnahmen“ der Beschäftigungsstand im Konzern gegenüber dem Vorjahr von 52.000 auf 51.275 Vollzeitäquivalente zurück, in Österreich um 2,7 Prozent auf 22.902 Beschäftigte. Und der Stand des Leasing-Personals wurde von rund 5.000 auf faktisch null reduziert.

Neben den Auswirkungen einer nachlassenden Konjunktur und höherer Rohstoffpreise zeigt sich aber am Beispiel der voestalpine immer deutlicher die viel zu lange als Nonplusultra propagierte Fixierung auf die Autoindustrie und die Globalisierung. Dass die Autoindustrie im Zusammenhang mit Diesel-Skandal, Klimakrise und Übersättigung an ihre Grenzen gestoßen ist müsste mittlerweile auch bei Management und Aktionären bekannt sein. Ebenso, dass die Globalisierung keine Einbahnstraße ist, wie sich an dem von Ex-Vorstandschef Wolfgang Eder hochgejubelten Werk in Cartersville (USA) zeigt.

Als Ergebnis der 2003 erfolgten Totalprivatisierung des einstigen Paradeunternehmens der Verstaatlichten gehören heute 35,7 Prozent der voestalpine institutionellen Anlegern (Raiffeisen 13,3 Prozent, Oberbank 7,6 Prozent, Mitarbeiterstiftung 14,8 Prozent) und die restlichen 64,3 Prozent sind Streubesitz (Österreich 23,1 Prozent, Nordamerika 15,0 Prozent, Großbritannien und Irland 7,0 Prozent, Skandinavien 6,0 Prozent, restliches Eurpa 4,2 Prozent, Deutschland 4,0 Prozent, Frankreich 3,0 Prozent, Asien 2,0 Prozent).


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