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KPÖ kritisiert Buslinien-Vorhaben der Stadt Linz

  • Freitag, 8. November 2019 @ 08:15
News KPÖ Linz Verkehrssprecher Michael Schmida: "Eigentlich ist es ja sehr erfreulich, wenn die Stadt in den Öffentlichen Verkehr investiert und zwei neue Buslinien ankündigt. Aber leider passt die Umsetzung zur sonst auch recht kurzsichtigen Retro-Verkehrspolitik in Linz. Eine wirkliche Verbesserung der Verkehrssituation bzw. ein attraktiver Öffi-Ausbau schaut anders aus."

Kritikpunkt 1: Fehlende Anbindung an den Mühlkreisbahnhof
Schon die Überschrift der Presseaussendung der Stadt („ Zwei Buslinien ... sichern eine rasche Verbindung zum Mühlkreisbahnhof ...“) ist eigentlich nicht korrekt. Denn keine der beiden angedachten Buslinien kommt direkt zum Mühlkreisbahnhof. Die Linie 13 kommt zwar in die Nähe, aber eine attraktive Tür zu Tür - Umsteigesituation am Mühlkreisbahnhof wird nicht realisiert. Das wäre aber eigentlich dringend notwendig und wird von der KPÖ Linz schon seit längerem gefordert: Verkehrssprecher Schmida: "Solange keine S-Bahn oder andere Schienenlösung finanziell möglich bzw. gebaut ist, muss das Umsteigen (sowohl baulich aber auch bzgl. Angebote hinsichtlich Fahrplan und Linien) dort massiv verbessert werden. Stichworte: ÖV-Drehscheibe Mühlkreisbahnhof, Abstimmung mit anderen Verkehrsmitteln, gesamtheitliche Verkehrslösung, etc. Aber genau das leisten die neuen Bus-Angebote nicht."

Kritikpunkt 2: Unattraktive Linienführung
In der Aussendung wird von "Busverbindungen abseits der Staurouten" für Pendler*innen gesprochen. Dazu Schmida: "Warum haben die Pendler*innen diese Routen noch nicht entdeckt? Oder will dort evtl. niemand hin? Die Linienführung der zwei Buslinien mag zwar sehr schnelle Reisezeiten erlauben, aber wohl auch deshalb, weil sie nur wenige und kaum übermäßig publikumswirksame Haltestellen anfahren und damit nur wenige Fahrgäste erreichen. Dort wo aber eine Linienführung wirklich was für Fahrgäste bringen würde, traut man sich nicht, da man dort dem motorisierten Individualverkehr Platz wegnehmen müsste."

Kritikpunkt 3: Lange Vorlaufzeit
Mit der Inbetriebnahme der neuen Buslinien kann erst in vier Jahren gerechnet werden. Begründet wird dies mit den erst zu beschaffenden Bussen, mit zu erlangenden Konzessionen für den Linienbetrieb auf den neuen Linien bzw. Grundstückseinlösen. Schmida: "Wir brauchen aber schneller eine Lösung. Das geht, wenn man will."

Die KPÖ Forderungen:
Die KPÖ Linz hat schon öfters einen viel kostengünstigeren, schnell(er) realisierbaren und effektiveren Vorschlag gemacht, nämlich den Mühlkreisbahnhof zu einem ÖV-Knotenpunkt mit fahrgastfreundlicher Anbindung an das Linz Linien Bus- und Straßenbahnnetz auszubauen. Schmida: "Zur ÖV-Drehscheibe Mühlkreisbahnhof gehört ein Tür zu Tür - Umstieg mit guten Busanbindungen. Deshalb unser Vorschlag: Die Endhaltestelle der Buslinie 25 vom Karlhof zum Mühlkreisbahnhof verlegen und Fahrplan verdichten bzw. mit ÖBB abstimmen! Die Linie 25 bedient nämlich auf ideale Weise die Achse Gruber-, Franckstraße und führt bis mitten ins VOEST-Industriegelände hinein. Andere, neue Buslinien die vom Mühlkreisbahnhof wegfahren und den Linzer Süden abdecken bzw. die Elektrifizierung von Buslinien wären dann die nächsten Schritte."

Die Aussendung der Stadt Linz: https://www.linz.at/medienservice/201...103634.php


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