Für die Gemeinderatssitzung am 26.9.2019 hat KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn eine Anfrage an den für Abfallwirtschaft zuständigen VBgm. Bernhard Baier (ÖVP) zum Thema Recycling in Linz eingebracht. Der Wortlaut der Anfrage:

In Linz fallen pro Einwohner_in jährlich 464,2 Kilogramm Müll an, vom normalen Hausmüll über Bioabfälle bis zu Problemstoffen wie Batterien. Um in Linz die Müllmenge zu reduzieren und den Mülltrennungsanteil zu erhöhen, wurde im Juli ein Abfallwirtschaftsprogramm im Gemeinderat beschlossen. Im Sinne der Ressourcenschonung und Treibhausgasreduzierung sollte der anfallende, getrennte Müll vor allem aber einer Kreislauf- und Recyclingwirtschaft zugeführt werden, welche Ressourcen aus Abfällen gewinnt und wieder in die Wirtschaftskreisläufe bringt und damit auch Klima und Umwelt schützt. Die EU hat deshalb hohe Recyclingziele beschlossen: So sollen beispielsweise mindestens 50% der Plastikverpackungen bis 2025 recycelt werden. Bis 2030 sollen es dann 55% sein. Derzeit wird in Österreich aber nur ein Drittel der Kunststoffabfälle wiederverwendet, der Rest "thermisch verwertet".

Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Vizebürgermeister Bernhard Baier, zuständiges Stadtsenatsmitglied für Abfallwirtschaft, wie hoch ist derzeit in Linz der Anteil an Kunststoffabfällen der nicht "thermisch verwertet", sondern in Recyclingverfahren wieder zu Kunststoffen verarbeitet wird? Wie hoch sind derzeit die Recyclingqouten bei den anderen Abfallsorten? Was macht die Abfallwirtschaft in Linz mit dem gefährlichen Batterieabfall? Welche Aktivitäten wollen sie sonst noch unternehmen, um die Kreislaufwirtschaft z.B. durch wiederverwendbares Verpackungsmaterial zu verbessern?