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Kritik an Fernwärmepreiserhöhung um sieben Prozent

  • Montag, 29. Juli 2019 @ 10:26
News „Für Menschen mit kleinem Geldbörsel ist die Erhöhung der Fernwärme um sieben Prozent eine große Belastung, weil sich damit die Kosten für Heizen und Warmwasser wieder einmal erhöhen“, kritisiert die Linzer KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn.

Mit der Erhöhung der Preise für Fernwärme der städtischen Linz AG um sieben Prozent per 1. August 2019 wird die Verteuerung der Heizkosten und damit der Wohnkosten insgesamt befeuert. Die neuerliche Preissteigerung reiht sich ein in eine lange Reihe von Teuerungen: plus 6,3 Prozent per 1. Juni 2011, plus 8,3 Prozent per 1. August 2012, plus 7,8 Prozent per 1. Februar 2014 und plus 7,0 Prozent am 1. November 2014. Rund 70.000 Wohnungen in Linz, Traun und Leonding sind von der Preiserhöhung betroffen.

Die übliche Begründung mit gestiegenen Brennstoffkosten verschweigt nämlich, dass zwar Erhöhungen des Erdgaspreises an die Konsument_innen weitergegeben werden, nicht aber Senkungen desselben. Laut Austro Energy Agency bewegt sich der Gaspreis derzeit auf dem Niveau von 2015, obwohl er zwischenzeitlich zeitweise um bis zu 40 Prozent gesunken ist und die Linz AG somit ein kräftiges „Körberlgeld“ machen konnte. Wobei ein Grundproblem dabei darin liegt, dass der Erdgaspreis immer noch an den Erdölpreis gekoppelt ist.

Auch wenn beschwichtigend erklärt wird, dass diese „Preisanpassung“ für einen durchschnittlichen Familienhaushalt monatliche Mehrkosten von 5,80 Euro, für einen Single-Haushalt von 3,20 Euro bedeutet, so heißt das im Klartext eine Mehrbelastung von 70 bzw. 38 Euro pro Jahr.

Die KPÖ lehnt solche Belastungen ab und fordert einen kommunalen Tarif- und Gebührenstopp um die hohen Wohnkosten einzubremsen. Weiters kritisiert die KPÖ, dass durch die Ausgliederung wichtiger kommunaler Leistungen aus der Budgethoheit und Übertragung an die Linz AG der gewählte und damit eigentlich zuständige Gemeinderat dabei in keiner Weise eine Mitsprache- und Entscheidungsmöglichkeit hat.

Die KPÖ weist bei dieser Gelegenheit neuerlich auf ihre bereits 2007 erhobene Forderung nach einer Energiegrundsicherung hin. Das Konzept der KPÖ sieht vor, den Grundbedarf an Energie – laut AK Wien 2.200 kWh Strom und 800 Kubikmeter Gas für einen Zweipersonenhaushalt mit 60 Quadratmeter – kostenlos zu gewähren, die Preise des darüber hinaus gehenden Energieverbrauchs jedoch progressiv zu gestalten, um zum Energiesparen anzuregen.


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