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KPÖ-Gemeinderätin Grünn: Mitsprache der Stadtbevölkerung ermöglichen

  • Mittwoch, 5. Juni 2019 @ 10:40
News Die auch von der Linzer KPÖ unterstützte Unterschriftensammlung der überparteilichen Initiative „Rettet den Pichlingersee!“ für eine Volksbefragung über das geplante LASK-Stadion geht in die Endrunde. Bereits rund 5.400 Personen mit Hauptwohnsitz in Linz haben das Anliegen der Initiative unterstützt, 6.100 sind für die Durchführung einer Volksbefragung erforderlich

„Notwendig geworden ist die Unterschriftensammlung, weil entgegen der Ansage von Bgm. Klaus Luger (SPÖ) vom Dezember 2018 kein Gemeinderatsbeschluss für die Volksbefragung zustande kam“, erinnert KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn.

Der LASK will bekanntlich beim Pichlingersee im Linzer Süden als eine unter 28 möglichen Standorten ausgewählte Variante eine „LASK Arena“ mit 20.000 Sitzplätzen errichten. Die Kosten für das Projekt sollen rund 60 Millionen Euro betragen, wovon der LASK ein Drittel selber finanzieren will und zehn Mio. Euro vom Land Oberösterreich kommen sollen, die Restfinanzierung ist unklar.

Wie Bgm. Luger betonte, wird die Stadt keine Mitfinanzierung leisten. Wenn Bgm. Luger betont „Ohne zusätzliche Anbindungen wird es nach menschlichem Ermessen keine Genehmigung für ein 20.000-Zuschauer-Stadion an diesem Standort geben können“ bleibt zudem letztlich auch die Frage, wer eine solche Verkehrsanbindung finanzieren wird.

Das Projekt ist insofern stark umstritten, als dafür rund 200.000 Quadratmeter wertvolles Grünland im Naherholungsgebiet Pichlingersee mit dem Stadion samt einem Parkplatz für 3.500 Fahrzeuge, Trainingsplätzen und Nebengebäuden zubetoniert werden soll und die Verkehrsanbindung denkbar schlecht ist. Von den Projektbetreibern wird sogar eine eigene Autobahnabfahrt von der A1 gefordert.

Eine Bestätigung finden die Bedenken auch durch die Stellungnahme der städtischen Linz AG. Diese sieht vor allem in der mangelnden Anbindung an den öffentlichen Verkehr, das Ausweichen von Stadion-Besucher_innen auf Seeparkflächen und nicht ausreichende Kapazitäten bei der Abwasserentsorgung Probleme mit dem Projekt. Nach wie vor sind die Aussagen des LASK ziemlich unglaubwürdig, sich nicht vor einer Volksbefragung zu fürchten. Die angeblich so überzeugenden Argumente für das Prestigeprojekt passen nämlich ganz und gar nicht zu den verschiedenen medialen Untergriffen mit denen Kritiker_innen des Monsterprojekts angegriffen werden.

Gemeinderätin Grünn: „Die Forderung der Initiative „Ja zum Naherholungsgebiet! Nein zum Auto-Stadion!“ hat ihre volle Berechtigung. Daher rufe ich auf die Initiative für eine Volksbefragung zu unterstützen, um eine Mitsprache der Stadtbevölkerung bei diesem höchst umstrittenen Projekt sicherzustellen.“

Infos: www.rettet-den-pichlingersee.at, http://www.facebook.com/pichlingersee


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