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Nachhaltiger Schaden für die oö Kulturpolitik

  • Dienstag, 14. Mai 2019 @ 14:46
News Wenn Landeshauptmann und Kulturreferent Thomas Stelzer und die ÖVP die Nominierung des Malers Odin Wiesinger für den Landeskulturbeirat durch seinen Koalitionspartner FPÖ unter Missachtung aller Proteste vieler Kulturschaffender akzeptieren schaden sie der oberösterreichischen Kulturpolitik nachhaltig und Stelzer macht sich zum „Referent für Unkultur“, stellt KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner fest.

Denn Aussagen Wiesingers zeugen von einer bis dato nicht gekannten Verachtung für Kultur und Kulturschaffende, die frappant an die NS-Diktion der „entarteten Kultur“ erinnern. Etwa Wiesingers Diffamierung der gegenwärtigen Kunstszene 1998 in der rechtsextremen „Jungen Freiheit“ als „Diktatur des Hässlichen, Minderwertigen, Würde- und Maßlosen“. Ebenso wenn Wiesinger die Rektorin der Wiener Akademie der bildenden Künste, Eva Blimlinger auf Facebook als „hässliches und dummes Stück Fleisch“ verächtlich machte.

Dass Wiesinger der pennalen Burschenschaft „Scardonia zu Schärding“ – eine der 15 Mitgliedsvereine des Landesdelegierten Convents (LDC) – angehört wirft zudem einmal mehr ein Schlaglicht auf die unverantwortliche Förderung des LDC durch das Land. Dieser Dachverband der schlagenden Verbindungen erhielt zuletzt 2018 eine Subvention von 120.000 Euro, in Summe seit 2006 satte 915.000 Euro. Die KPÖ fordert bekanntlich seit langem die umgehende Einstellung der Förderung für diese rechtsextreme Dachorganisation – deren einziger Zweck sein dürfte rechtsextremen Nachwuchs für die FPÖ heranzuziehen – aus Steuergeldern.

Dass Odin Wiesinger von FPÖ-Minister Norbert Hofer als „Lieblingsmaler“ genannt und vom ehemaligen 3. NR-Präsidenten Martin Graf und FPÖ-Landeschef Manfred Haimbuchner gefördert wird bestätigt zudem einmal mehr, dass Personen seinesgleichen keine „Einzelfälle“ sind, sondern die FPÖ insgesamt ein einziger „Einzelfall“ in punkto rechtsextremer Verfilzungen ist.

Laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) hat Wiesinger enge Kontakte zur mittlerweile eingestellten „Aula“ und zum Umfeld der Identitären und deren Magazin „Info-Direkt“. Er führt als Logo die von der Nazi-SS und Neonazis verwendete Odal-Rune. Arbeiten von ihm sind durchwegs von Motiven der Kriegsverherrlichung, Burschenschaften und nordisch-germanischen Mythologie geprägt und wurden von der „Aula“ und „Info-Direkt“ veröffentlicht sowie bei dem 2016 in Linz und 2018 in Aistersheim durchgeführten Kongress „Verteidiger Europas“ ausgestellt. Eine seiner Bildserien trägt den Titel „Endsieg“.

Die KPÖ fordert alle Mitglieder des Landeskulturbeirates die sich antifaschistischen, demokratischen und humanistischen Werten verbunden fühlen auf dem Beispiel des Autors Thomas Baum zu folgen und aus diesem Gremium auszutreten.


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