Als Mayday2019 gibt es auch 2019 gibt es wieder den alternativen 1. Mai in Linz (Mittwoch, 1. Mai 2019, 11:00 Uhr Treffpunkt am Schillerplatz, 11:45 Uhr Demo durch die Landstraße, 12:00 Uhr Kundgebung am Hauptplatz). Die linke Maidemonstration steht heuer unter dem Motto „Unsere Solidarität kennt keine Grenzen!“ und richtet sich gegen unsoziale Anschläge auf die Rechte und Errungenschaften der Lohnabhängigen ebenso wie gegen soziale und rassistische Spaltung sowie gegen Law & Order und Krieg. Deutlich wird das mit den Forderungen von Mayday2019: Arbeitszeit verkürzen, gesetzliche Mindestlöhne, armutsfeste Existenzsicherung, Aktivpass erhalten, gegen Diskriminierung, Asylrecht verteidigen, Fluchtursachen bekämpfen, Waffenexporte stoppen, Systemwandel statt Klimawandel, demokratische Rechte ausbauen, Fairhandel statt Freihandel, Steueroasen trockenlegen, die Reichen zur Kasse bitten!

Insbesondere ist der alternative 1. Mai auch ein klares linkes Zeichen gegen den rechten Zeitgeist. Weltweit verstärkt sich die antisoziale, nationalistische und autoritäre Politik. Trump, Erdogan, Orban, Putin, Strache stehen dafür. Der Rechtsruck hat mittlerweile auch die Konservativen voll erfasst, wie die ÖVP unter Kanzler Kurz oder LH Stelzer täglich beweist. Aber auch führende Vertreter der Sozialdemokratie wie Doskozil, Ludwig oder Luger haben sich mit ihren Koalitionen mit der FPÖ nach rechts geöffnet. Der Rechtspopulismus attackiert die Eliten nur zum Schein, ist tatsächlich aber ein Teil derselben und will die neoliberale Politik der sozialen Kälte und Entsolidarisierung weiter verschärfen. Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Unfreiheit werden damit nicht kleiner.

Für Mayday2019 ist der 1. Mai kein inhaltsleeres Ritual, sondern die Verbindung der Anliegen der klassischen Arbeiter_innenbewegung und des wachsenden Prekariats mit den Anspruch antikapitalistisch, antifaschistisch und internationalistisch:
- Antikapitalistisch bedeutet sich dagegen zu wehren, dass Lohnabhängige, Erwerbsarbeitslose, Prekarisierte, Pensionist_innen, Frauen, Jugendliche und Migrant_innen die Kosten der Krise zahlen sollen, während Banken, Konzerne und Superreiche als Profiteure des realen Kapitalismus noch reicher und mächtiger werden.
- Antifaschistisch bedeutet die klare Absage an alle neonazistischen, rechtsextremen und fremdenfeindlichen Umtriebe und den Populismus und die ekelhafte Fremdenfeindlichkeit der FPÖ. In Linz aber auch die Ablehnung aller wahltaktischen Kooperationen mit den als verlängerter Arm des Despoten Erdogan agierenden islamistischen oder rechtsextremen türkischen Gruppierungen, wie etwa von der SPÖ praktiziert.
- Internationalistisch bedeutet Solidarität mit den Protest- und Widerstandsbewegungen gegen ökonomische und soziale Ausbeutung und politische Unterdrückung in aller Welt. Denn egal ob in Österreich oder einem anderen Land ist die übergroße Mehrheit der Bevölkerung überall mit derselben grundsätzlichen Problematik konfrontiert.

Den Aufruf und Infos zum alternativen 1. Mai gibt es auf der Website http://www.maydaylinz.at bzw. auf Facebook unter https://www.facebook.com/ErsterMaiLinz.