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Grüne und KPÖ fordern Zusatztafeln für Dinghoferstraße

  • Montag, 8. April 2019 @ 19:04
Antifa Franz Dinghofer war nicht nur deutschnationaler Politiker, sondern auch Mitglied der NSDAP. Das beweist eine Recherche des Mauthausen Komitees Österreich und des Antifa-Netzwerks. „Dinghofer hat eines der schlimmsten Verbrecherregime der Menschheitsgeschichte unterstützt.

Deshalb müssen die Straßenschilder in der nach ihm benannten Straße umgehend mit Zusatztafeln versehen werden, die über Dinghofers NS-Vergangenheit aufklären“, fordert Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz. Für die kommende Gemeinderatssitzung haben die Grünen und die KPÖ einen entsprechenden Antrag eingebracht.

Während Landeshauptmann Stelzer das Landesarchiv mit einer Aufarbeitung von Franz Dinghofer beauftragt hat, sind vom Linzer Bürgermeisters noch keine derartigen Schritte bekannt geworden, seit die Verbindung des einstigen Stadtchefs zum NS-Regime feststeht.

„Da diese Fakten nun auf dem Tisch liegen, kann die Stadt nicht so tun, als ob nichts geschehen ist. Es ist höchste Zeit, Schritte einzuleiten, um Dinghofers historische Rolle vollständig aufzuarbeiten“, spricht sich Langer in dieser Causa für eine Kooperation des Linzer Stadtarchives mit jenem des Landes aus.

Bereits in der Vergangenheit hat die Stadt viel dafür getan, um die nationalsozialistische Vergangenheit aufzuarbeiten. „Dennoch gibt es nach wie vor ‚braune Flecken‘ im Stadtbild, in Form von Straßennamen und Denkmälern“, hält Gerlinde Grünn, Gemeinderätin der KPÖ, fest.

Im Falle der Dinghoferstraße können die Anbringung von Zusatztafeln und die Erteilung eines Prüfauftrages an das Stadtarchives nur der erste Schritt sein. „In weiterer Folge ist es notwendig, eine Diskussion über die Umbenennung der Straße zu führen. Persönlichkeiten, die eine solche Auszeichnung tatsächlich verdienen würden, gibt es jedenfalls genug“, sind Langer und Grünn überzeugt.


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