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Junge Linke: „Straße der Befreiung“ statt Dinghoferstraße

  • Montag, 28. Januar 2019 @ 08:14
News Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27.1. fordern die Jungen Linken Linz die Umbenennung der Dinghoferstraße, die nach dem ehemaligen Linzer Bürgermeister und bekennenden Antisemiten benannt ist. Stattdessen soll diese künftig als „Straße der Befreiung“ geführt werden. Die Jungen Linken kritisieren den ignoranten Umgang der Stadt Linz mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Immer wieder stoßen HistorikerInnen auf blinde Flecke.

Ein Beispiel dafür sei die Dinghoferstraße, benannt nach Franz Dinghofer, dem ehemaligen Linzer Bürgermeister, Burschenschafter sowie Begründer und Obmann der deutschnationalen und antisemitisch gesinnten Großdeutschen Volkspartei. „Eine Straße nach jemandem zu benennen, der offen gegen Jüdinnen und Juden gehetzt hat, ist fatal, eine Umbenennung längst überfällig “, fordert Ralf Schinko, Sprecher der Jungen Linken Linz-Stadt.

Dass die rot-blaue Stadtregierung die 1919 so benannte Straße und ihre antisemitische Geschichte immer noch ignoriert, sei eine klare Absage an eine lebendige Gedenkkultur und ein Armutszeugnis für SPÖ-Bürgermeister Luger.

Die Jungen Linken fordern daher endlich konsequente Gedenkpolitik und schlagen die Umbenennung der Dinghoferstraße in „Straße der Befreiung“ vor. Dies sei aber nur ein erster Schritt in Richtung echter Vergangenheitsbewältigung, weitere Projekte und Aufklärungsarbeit besonders an Schulen seien notwendig.


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