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SicherSein Mahnwache in Linz

  • Mittwoch, 3. Oktober 2018 @ 07:54
Demokratie Die Plattform Solidarität Oberösterreich ruft am 8. Oktober zu einer Mahnwache auf! Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.

Da wir eine Lichterkette bilden möchten, nehmt bitte Kerzen, Fackeln, Fahrradlichter usw. (bitte auf den Tropfschutz nicht vergessen!!!) mit.
#WirSindMehr - damit das auch sichtbar wird, teilt diese Veranstaltung, ladet eure Freund*innen ein und mobiliersiert so viele Menschen wie möglich! Lasst uns Linz zum leuchten bringen!

Auch wir wollen im Rahmen der Initiative #sichersein und insbesondere in der Aktionswoche zwischen 1. und 8. Oktober aufstehen und erneut öffentlich darauf aufmerksam machen: Afghanistan ist kein sicheres Land! Obwohl diese Tatsache bekannt ist wird Afghanistan von Österreich nach wie vor als sicheres Land eingestuft – ungeachtet der Tatsache, dass das Auswertige Amt vor einer Reise nach Afghanistan aus folgenden Gründen warnt: „Wegen immer wieder und in vielen Landesteilen aufflammender Kämpfe zwischen afghanischen Sicherheitskräften und vor allem den Taliban, aber auch dem regionalen Ableger des sogenannten Islamischen Staats, ist die Sicherheitslage in großen Teilen des Landes unübersichtlich und nicht vorhersehbar. Reisende können daher jederzeit und ohne selbst beteiligt zu sein in lebensbedrohende Situationen geraten. Außerdem kann es landesweit zu Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen Gewaltverbrechen kommen.“

In Österreich werden dennoch nach wie vor negative Bescheide vom BFA ausgestellt. Auch Abschiebungen finden statt, in ein Land, in dem rund 43 % der Distrikte von Taliban kontrolliert werden, in dem Angriffe auf die Hauptstadt nicht weniger, sondern sogar noch mehr geworden sind, in dem aber auch ländliche Gebiete im Fokus der Taliban stehen, in dem die Friedensverhandlungen kaum voranschreiten und der IS nach wie vor aktiv ist. Die gerade erst erschienen UNHCR Richtlinien zu Afghanistan heben hervor, dass die Sicherheitslage in Afghanistan nach wie vor äußerst unbeständig ist und insbesondere die Zivilbevölkerung unter dem Konflikt leidet. Und UNHCR betont, dass dieser weiterhin das ganze Land betrifft. Studien zeigen auf, dass die Zahl der zivilen Opfer seit 2009 angestiegen ist. Im ersten Halbjahr 2018 gab es bereits 1.692 Tote und 3.340 Verletzte.

Zudem hat die österreichische Regierung kürzlich entschieden, dass Asylwerber*innen der Zugang zur Lehre, der seit 2012 mittels dem sogenannten Hundsdorfer-Erlass möglich war, zu versperren. Dieser ohnehin eingeschränkte Zugang zum Arbeitsmarkt hat zumindest vielen Asylwerber*innen eine schnelle, effektive Integration und eine gewisse Selbstbestimmung ermöglicht. Und die österreichische Wirtschaft wurde dahingehend gestäkt, dass dadurch offene Lehrstellen besetzt werden konnten. Diese unübersehbaren Vorteile sowohl für die Unternehmen, als auch für die Asylwerber*innen werden von der österreichischen Regierung durch diese Maßnahme schlichtweg verleugnet. Wir fordern eine sofortige Rücknahme dieser willkürlichen und verantwortungslosen Entscheidung.

Wir wollen am 8. Oktober eine Lichterkette bilden und damit auf die unmenschlichen und teilweise willkürlichen negativen Asylentscheidungen und die daraus resultierenden Abschiebungen hinweisen. Wir wollen daran erinnern, dass es hier um Menschen geht, die ihre Heimat verlassen mussten, weil sie dort nicht mehr sicher waren und um ihr Leben fürchten mussten. Sie dorthin zurückzuschicken ist Wahnsinn! Und zu diesem Wahnsinn sagen wir NEIN!

Zur fb-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/237909323553682/


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