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Die bunteste Demo der Stadt

  • Dienstag, 1. Mai 2018 @ 22:00
Global Stärker, bunter, vielfältiger und kraftvoller als in den Vorjahren war der Mayday2018 in Linz, die diesjährige Demonstration des seit 1991 vom Aktionskomitee organisierten alternativen 1. Mai in Linz. Die wahrscheinlich bunteste Demo der Stadt am „Tag der Arbeit“ zog als aktionistischer und lautstarker Kontrapunkt zu dem bereits vorher stattgefundenen sozialpartnerschaftlich ausgerichteteten sowie von militärischer Marschmusik bestimmten „Festzug“ der SPÖ durch die Landstraße.

Der Aufruf für den Alternativen 1. Mai, mit dem heuer zur Demonstration aufgerufen wurde, stand unter dem Motto „Für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und Arbeitszeitverkürzung!“ Schon seit Jahren unterstützen zahlreiche Betriebsrät_innen, Gewerkschafter_innen, Vertreter_innen von Vereinen und Organisationen und Künstler_innen als Personenkomitee die Bündnisplattform Mayday2018 als gezielte Verbindung traditionell-historischer Anliegen des 1. Mai mit neuen, zukunftsweisenden Themen.

Bereits vor dem Start von Mayday2018 hatten Aktivist_innen mit Transparenten wie „Heute Hessenplatz, morgen Schillerpark, übermorgen die ganze Stadt? Nein zum Alkoholverbot!“ und „Platzverbot, Sprechverbot, Denkverbot? Verdrängung ist keine Lösung!“ die Teilnehmer_innen des vorherigen SPÖ-Aufmarsches mit der von FPÖ und ÖVP forcierten Verbotspolitik in Linz protestiert, der sich nun auch die SPÖ unterworfen hat.

Namens der Vorbereitungsgruppe begrüßte Andreas Heißl die Teilnehmer_innen beim Sammelpunkt beim Schillerpark. Zur Einstimmung spielten die Brass Band „Play Tape“ und die Dudelsackmusik „Hellmountain Pipeband“ auf, welche dann auch die anschließende Demo begleitete. Beim Auftakt sprachen David Heck (Junge Linke/Linke Gewerkschaftsjugend) sowie Teresa Griesebner und Elena Richtsfeld (Junge Grüne) zu den Anwesenden.

Angeführt von einem Lautsprecherwagen, dem Spitzentransparent „Ein gutes Leben für alle – Mayday“ und einem Lastenrad wurde der bunte Demonstrationszug des Mayday2018 über die Landstraße unter anderem von Transparenten und Fahnen von KPÖ, GLB, Junge Grüne, Junge Linke, LGJ, EL, AUGE, maiz-Frauen und SLP gestaltet. Auf Transparenten wurde unter anderem „Wohnen darf nicht arm machen“ und „Aktivpass, bleib wie du bist“, „Freifahrt für alle!“, „Gegen den neoliberalen Kapitalismus aufstehen! Für soziale Gerechtigkeit und Solidarität einstehen!“ gefordert und auf zahlreichen Tafeln zu Linzer Kommunalthemen Stellung genommen.

Erstmals mit dabei eine starke Gruppe der Jungen Grünen mit einer Tafelaktion gemeinsam mit der Jungen Linken. Und auch heuer waren wieder die maiz-Frauen sowie Aktivistinnen von Fraueninitiativen mit zahlreichen Tafeln, Transparenten wie „#Frauenlandretten“ und aktionistischen Einlagen in der Demo vertreten.

Wie schon in den Vorjahren reihten sich wieder zahlreiche Passant_innen und auch Teilnehmer_innen des vorangegangenen Maiaufmarsches der SPÖ in die linke Maidemo ein. Und wie immer waren vor allem viele unorganisierte Linke bei der linken Linzer Maidemo vertreten. Viele Passant_innen verfolgten aufmerksam die Demonstration, die am Hauptplatz bereits von zahlreichen Zuschauer_innen, aber auch von Teilnehmer_innen der vorangegangenen SPÖ-Kundgebung erwartet wurde.

Bei der Abschlusskundgebung am Hauptplatz konnte Andreas Heißl als Moderator gut 500 Teilnehmer_innen begrüßen. Als erste Rednerin ging KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn auf die verschärften Angriffe auf den Sozialstaat durch die schwarz-blaue Regierung, die Angriffe auf den Linzer Aktivpass und das Einschwenken der Linzer SPÖ auf die Forcierung einer Verbotsgesellschaft ein. Ihr folgte Arbeiterkammerrat Martin Gstöttner (AUGE), der mit Verweis auf die schwarz-blaue Regierung die Bedeutung solidarischen Handelns betonte und vor der Gefahr rechtsextremer Politik durch die FPÖ-Regierungsbeteiligung warnte.

Unterstützt von aktionistischen Einlagen der maiz-Frauen kritisierte anschließend Oona Valarie Serbest namens der Plattform #Frauenlandretten die verstärkten Angriffe auf Frauenrechte und verband dies mit einer generellen Auseinandersetzung am gesellschaftlichen Backlash und anhaltender Benachteiligung von Frauen. Die Kundgebung wurde traditionell mit der „Internationale“ abgeschlossen. Mehr dazu unter http://www.maydaylinz.at

Bei passendem Maiwetter konnte am Nachmittag Michael Schmida namens der Linzer KPÖ weit mehr als 200 Besucher_innen beim traditionellen Maifest der KPÖ begrüßen, bei dem vor einem begeisterten Publikum die Ska-Band „Skip it!“ aufspielte. Auch heuer gab es bei diesem Fest wieder einen gut frequentierten Bücherflohmarkt des Vereins LIBIB, ebenso den Spielebus mit Hüpfburg und Kinderschminken, was von den jüngsten Besucher_innen stark frequentiert wurde. Neu bei diesem Fest war ein Nagelspiel, bei dem zahlreiche Besucher_innen ihre Schlagfertigkeit testen konnten.

Den Besucher_innen des Straßenfestes wurde wie üblich unter anderem Fassbier, Köstlichkeiten vom Grill und ein reichhaltiges Kuchenbuffet angeboten und es wurde bis in die Nachtstunden ausgiebig geplauscht und gefeiert. Beim Infostand von KPÖ PLUS wurde den Besucher_innen politische Information geboten und auch viele Unterschriften für die KPÖ-Aktion „Aktivpass: Bleib wie du bist!“ gesammelt. Zahlreiche Beitritte zur KPÖ zeigten zudem, dass eine konsequente linke Kraft in unsozialen Zeiten gefragt und notwendig ist.

Fotos: Helmut Scheinost


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