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Keine Insel der Seligen

  • Dienstag, 1. Mai 2018 @ 14:00
Global Rede von David Heck (Junge Linke/Linke Gewerkschaftsjugend) beim Auftakt von Mayday2018 am Linzer Schillerplatz am 1. Mai 2018.

Genossinnen und Genossen, betrachten wir die Geschichte des 1. Mai blicken wir auf eine sehr lange Tradition zurück. Wilhelm von Humboldt sagte einmal: „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“. In diesem Sinn möchte ich heute an die Vergangenheit erinnern und zugleich die Basis für unsere Zukunft stärken.

Nach 1945 war der 1. Mai klar im Zeichen gegen Faschismus und Krieg. Heute stehen wir hier um gemeinsam unsere Solidarität zueinander, Österreichweit und International zu zeigen. Wir haben Krieg, wir können ihn sehen, wenn wir unsere Mitmenschen ansehen. Tausende wurden in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten vertrieben, viele verloren ihre Familie sowie ihre Existenz. Jene Menschen haben unseren Schutz und unsere Hilfe dringend nötig. Miteinander statt gegeneinander heißt es heute wie damals. Krieg betrifft uns somit auch hier im vermeintlich sicheren Österreich.

Doch auch hier sind wir nicht auf einer Insel der Seligen. Rechtsextreme, Hetzer, Deutschnationale Burschenschafter sitzen in der Bundesregierung sowie in Landesregierungen, auch hier in Linz im Gemeinderat. Dort sitzt sogar ein sozialdemokratischer Bürgermeister, dem es nicht zu blöd ist mit jenen zu kooperieren. Wozu das führen kann lehrt uns die Geschichte, darum gilt heute und in Zukunft wehret den Anfängen.

Es erfüllt mich mit Freude und Stolz so viele Fahnen von unterschiedlichen Vereinen zu sehen, eine bunte Vielfalt in einer starken Einheit. Das gibt Hoffnung das ein anderes besseres Österreich möglich ist. Gemeinsam haben wir die Macht die herrschenden Verhältnisse zu verändern.

Wenn von Superreichen gesponserte Marionetten in der Politik Hartz IV fordern oder 12-Stunden-Arbeitstage, wenn man armen Familien Gelder streicht, bei den Ärmsten kürzt, gleichzeitig Steuergeschenke an Steuerflüchtlinge verteilt und unsere soziale Absicherung gefährdet in dem man uns mehr und mehr in die Privatisierung treibt, dann Genossen und Genossinnen müssen wir diszipliniert zusammen stehen und Widerstand leisten sowie Verbesserungen fordern. Das heißt auch aufstehen gegen Sozialpartnerschaftsverfechter, die den notwendigen Klassenkampf nicht zu führen bereit sind.

Ob nun im Bündnis gegen Kürzungen oder in unseren Kammern und Gewerkschaften. Klassenkampf heißt die Gewaltbeziehung, die noch immer viel gefeiert wird zu beenden und wenn nötig solidarisch den nötigen Druck zu erzielen den wir für die dringliche Veränderung brauchen. Was selbstverständlich nichts an unserem klaren Bekenntnis zur Arbeiterkammer und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund ändert.

Das reichste eine Prozent, sowie die Industriellenvereinigung, führen den Klassenkampf von oben schon zu lange und wir wollen wirklich nur auf schlechtestem Niveau verhandeln? Es ist an der Zeit zurück zu schlagen! An diesem Punkt möchte ich an die AK Wahlen im kommenden Jahr erinnern. Wer mag soll sich bei Interesse mit den Positionen des Gewerkschaftlichen Linksblocks vertraut machen.

In meiner Funktion als Sprecher von Junge Linke und Linke Gewerkschaftsjugend Oberösterreich möchte ich besonders, junge Menschen ermutigen in Familie, Freundeskreis, Schule, Uni und Arbeit für unsere Werte einzustehen. Wir sind die Zukunft! Die älteren Genossen und Genossinnen möchte ich bitten der Jugend Vertrauen zu schenken, sie zu unterstützen und zu bilden um unsere Zukunft nicht rechtsextremen Demagogen zu überlassen. Danke für eure Zeit, ich schließe mit den Worten Ernst Honeckers: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“. Rotfront!

Es gilt das gesprochene Wort.




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