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Auch 2018 wieder Mayday-Demo in Linz

  • Mittwoch, 11. April 2018 @ 11:15
News Als Kontrapunkt zum sozialpartnerschaftlich ausgerichteten Aufmarsch der SPÖ findet unter dem Motto „Für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und Arbeitszeitverkürzung!“ auch 2018 in Linz wieder der alternative 1. Mai als Mayday2018 statt. Auch heuer unterstützen wieder zahlreiche Betriebsrät_innen, Gewerkschafter_innen, Vertreter_innen von Vereinen und Organisationen und Künstler_innen den Aufruf des Personenkomitees für den Alternativen 1. Mai in Linz.

Treffpunkt ist ab 11:00 Uhr im Schillerpark. Die Demonstration durch die Landstraße beginnt um 11:45 Uhr, etwa um 12:00 Uhr findet dann am Hauptplatz beim Brunnen die Abschlusskundgebung statt. Musikalisch begleiten wird die Demonstration auch heuer wieder von der Brassband „Zach Geburt“ sowie der „Hellmountain Pipeband“ mit Dudelsackmusik.


Die linke Maidemonstration will der falschen Politik den Widerstand, der Entsicherung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse den Kampf ansagen. Der alternative 1. Mai will die Interessen von lohnarbeitenden und prekarisierten Menschen, von Illegalisierten und unterschiedlich Diskriminierten aufgreifen, die Vereinzelten verbinden, die Verunsicherten stärken, Solidarität schaffen.

Im Aufruf Mayday2018 heißt es: „Der 1. Mai stand schon 1890 für den Kampf um den 8-Stunden-Tag. Heute aber wollen Wirtschaft und Regierung zurück zum 12-Stundentag und zur 60-Stundenwoche, also länger arbeiten lassen ohne Zuschläge. Senkung der Löhne, Streichung sozialer Errungenschaften, Abbau von Lohnnebenkosten und Mindestsicherung ist angesagt.

Die Pläne von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer zielen auf Lohndruck und Sozialabbau. In verschärfter Form soll die schwarz-blaue Regierung das umsetzen. „Sparpakete“ von Ländern und Gemeinden sind die Ergänzung dazu. Vom unsozialen Kern dieser Politik soll die von der etablierten Politik forcierte Sicherheits-Hysterie ablenken: Noch mehr Überwachung und gezielte Fremdenfeindlichkeit gegen Flüchtlinge und Arbeitsmigrant_innen erzeugen falsche Feindbilder.

Seit Jahren schon verstärkt sich weltweit die antisoziale, nationalistische und autoritäre Politik. Trump, Erdogan, Orban, Putin, Strache und Kurz stehen dafür. Der Rechtsruck hat längst auch Konservative, Liberale und Sozialdemokratie erfasst. Nicht nur in Österreich ist der Rechtspopulismus regierungsfähig geworden und verschärft die neoliberale Politik der sozialen Kälte und der Entsolidarisierung weiter. Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Unfreiheit nehmen zu.

Umso mehr ist Widerstand gegen diese Entwicklungen notwendig. Viele Menschen, Bündnisse, Bewegungen und Parteien stellen die Verhältnisse radikal in Frage, fordern einen Politikwechsel inklusive Systemwechsel. Sie fordern Offenheit statt Abschottung, Zusammenhalt statt Auseinanderdividieren, gerechte Umverteilung statt noch tiefere Kluft zwischen Arm und Reich.

Der 1. Mai steht für die Solidarität mit den Schwachen und Ausgegrenzten. Trotz Hass und Hetze bleiben Humanität und Toleranz unser Maßstab. Denn es geht niemand von uns besser, wenn wir uns abschotten oder anderen Menschen staatliche Leistungen wegnehmen. Der 1. Mai soll zeigen, dass ein besseres Leben und Einfluss auf die Gestaltung der Lebensumstände möglich ist, wenn sich Menschen organisieren und solidarisieren. Der 1. Mai verbindet die Vereinzelten, stärkt die Verunsicherten, schafft Solidarität.“

Infos zum Mayday2018 gibt es auf der Website http://www.maydaylinz.at bzw. auf Facebook unter https://www.facebook.com/ErsterMaiLinz.


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