Für die Gemeinderatssitzung am 30.11.2017 hat KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn eine Anfrage an Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) zum Thema Sicherheit in Hochhäusern eingebracht. Der Wortlaut der Anfrage: Sehr geehrter Herr Bürgermeister, der verheerende Brand des Grenfell Towers in London im Sommer 2017 hat schlagartig die Sicherheit in Hochhäusern im Allgemeinen und im Brandfall im Besonderen thematisiert.

Der Leiter des Referats „Vorbeugender Brand- und Katastrophenschutz“ des Bundesfeuerwehrverbandes, Gerhard Greßlehner, stellt zwar fest, dass „aus den Normen und Richtlinien sowie den Rechtsmaterien“ klar erkenntlich ist, dass „eine Brandweiterleitung über die Fassade wie in London, de facto für österreichische Bauten dieser Kategorie auszuschließen ist“. Ebenso, dass „der Einsatz von brennbaren Materialien bei Fassaden von Hochhäusern“ ausdrücklich verboten ist sowie dass der Sicherheitsstandard von den Behörden überwacht wird.

Dessen ungeachtet gibt es unabhängig von verwendeten Baumaterialien eine Reihe von Fragen, die im Katastrophenfall speziell bei Hochhäusern virulent werden können, etwa die Freihaltung entsprechender Fluchtwege, wie aus Berichten etwa über das Hochhaus in der Kremplstraße oder das Lentia 2000 deutlich wird.

Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage:

Herr Bürgermeister, in welcher Regelmäßigkeit werden die Hochhäuser im Linzer Stadtgebiet behördlich auf die Einhaltung einschlägiger Sicherheitsbestimmungen im Brand- bzw. Katastrophenfall überprüft? Welche Erkenntnisse gibt es dabei über die Breite bzw. die Freihaltung entsprechender Fluchtwege? Bis in welche Geschoßhöhe sind die Feuerwehren in der Lage im Brandfall tätig zu werden?

Mit freundlichen Grüßen,
GR Magª Gerlinde Grünn

Der Bürgermeister beantwortete die Anfrage mündlich bei der Gemeinderatssitzung: Wortprotokoll-Auszug der 20. Gemeinderatssitzung am 30.11.2017 https://www.linz.at/Politik/GRSitzung...TopId=2361