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Initiative Verkehrswende jetzt zu Linzer Verkehrsproblemen

  • Donnerstag, 2. November 2017 @ 10:54
Verkehr Warum verschließt sich die Politik Verkehrslösungen, die umweltfreundlicher, leistungsfähiger und billiger sind? Die nun wieder in Frage gestellte Verlängerung der Mühlkreisbahn zum Linzer Hauptbahn zeigt, dass die Verkehrspolitik in Oberösterreich nach wie vor kurzsichtig agiert und in die falsche Richtung geht.

Das wird besonders deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass die politisch Verantwortlichen über umweltfreundlichere, leistungsfähigere und deutlich billigere Verkehrslösungen nicht einmal nachdenken. Die „Initiative Verkehrswende jetzt!“ hat diese bereits mehrfach vorgeschlagen:

• Durchbindung der Mühlkreisbahn als S-Bahn zum Hauptbahnhof über die bereits existierende Trasse der Hafenbahn. Das ist nicht nur viel billiger als die unterirdische Durchbindung entlang der Gruberstraße, sondern hat auch den Vorteil, ein zusätzliches Stadtgebiet, das Hafenviertel, das als Arbeits- und Wohngegend immer bedeutsamer wird, mit einer neuen Schienenachse zu erschließen. Wir reden also nicht nur von einer Verlängerung einer Bahn, sondern von einer wichtigen Erweiterung des Bahnnetzes im Zentrum des oö Ballungsraumes.

• Bau der 2. Straßenbahnachse, aber nicht unterirdisch, sondern oberirdisch. Die „Initiative Verkehrswende jetzt!“ hat durchgerechnet, dass eine oberirdische Variante – einschließlich der Betriebskosten – um rd. 400 Millionen Euro billiger kommt als eine unterirdische. Zudem bietet sie die Möglichkeit einer umweltfreundlichen Neugestaltung der Gruberstraße. Auch die Kombilösung Hafenbahn plus oberirdische Straßenbahn ist immer noch um 150 Millionen Euro billiger - Gelder, die bei vielen weiteren Projekten für den Umweltverbund gebraucht werden. Und für diese Ersparnis bekommt man eine deutlich erhöhte Flächenversorgung im Öffentlichen Verkehr - sprich die Erschließung von zwei wichtigen Stadtgebieten statt bloß eines. Wenn die Straßenbahn in den Untergrund verschwinden muss, weil keine Parkplätze wegfallen dürfen, dann bestätigt sich einmal mehr, dass in dem Projekt unterirdische Straßenbahnachse zwei Drittel Autoverkehr steckt.

• Verzicht auf die A26-Westring-Autobahn, die neuen Autoverkehr anzieht, den Schadstoffausstoß und Energieverbrauch erhöht und bloß zur Stauverlagerung in die Linzer Innenstadt führt. Kostenersparnis: zumindest 680 Millionen Euro.

Wenn die Politik Verkehrslösungen, die umweltfreundlicher, leistungsfähiger und deutlich billiger sind, nicht einmal in Erwägung zieht, läuft grundsätzlich etwas falsch. Die „Initiative Verkehrswende jetzt!“ fordert die politisch Verantwortlichen in Land und Stadt, insbesondere Landesrat Steinkellner und den Linzer Verkehrsstadtrat Hein auf, endlich die Scheuklappen der Vergangenheit abzulegen und sich für zukunftstaugliche Alternativen in der Verkehrspolitik zu öffnen. Dem Klimaschutz, unserer Gesundheit und auch unserem Steuergeld zuliebe!

Die „Initiative Verkehrswende jetzt!“ ist ein Netzwerk von 21 Bürgerinitiativen und Vereinen, das sich für eine umwelt- und menschenfreundliche Verkehrswende in OÖ einsetzt.

Infos: www.verkehrswende-jetzt.at


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Franz Haider (1907-1968). Magistratsbediensteter, Sportler, Parteifunktionär, Widerstandskämpfer, Arbeiterpolitiker, Journalist: Das vielseitige Leben des Kommunisten Franz Haider.
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