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Kritik an Lohndumping bei der teilstaatlichen Post AG

  • Donnerstag, 29. Juni 2017 @ 12:28
News Ein soziales Armutszeugnis demonstriert die teilstaatliche Post AG (Staatsanteil 52,85 Prozent) bei ihrer Personalsuche, konstatiert KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner. Auf Werbeflyern in Linzer Postämtern werden Paket- und Briefzusteller_innen gesucht, denen für eine 40-Stundenwoche ein KV-Monatsbruttogehalt von gerade 1.479,62 Euro geboten wird.

Es ist bezeichnend, wenn ein mehrheitlich im öffentlichen Eigentum stehendes Unternehmen für Vollzeitbeschäftigte weniger als den von der Regierung vorgegebenen Mindestlohn von 1.500 Euro brutto (1.199 Euro netto) zahlt. Als Verhöhnung müssen es Betroffene empfinden, wenn dabei halblustig mit Sprüchen wie „Sie sind gerne an der frischen Luft“ geworben wird, gleichzeitig aber „Kundenorientierung und sympathisches Auftreten, Orientierungsvermögen und Organisationsgeschick, Genauigkeit, Flexibilität und körperliche Fitness, Pflichtschulabschluss und gute Deutschkenntnisse sowie Volljährigkeit und B-Führerschein“ verlangt werden.

Ähnlich fragwürdig ist die Post-Werbung um 1.500 Ferialpraktikanten als Vertretungspersonal: Diesen wird ab 1.000 Euro brutto für Vollzeitarbeit (849 Euro netto) geboten – inklusive Überstundenpauschale. Ob das die angepriesenen „sonnigen Aussichten für deine Urlaubskasse“ sind, darf stark bezweifelt werden.

„Diese Personalpolitik beweist einmal mehr, wohin die von der damaligen schwarz-blau-orangen Regierung mit Zustimmung der SPÖ eingeleiteten Börsegang im Jahre 2006 geführt hat“ kritisiert Furtlehner. Gerade am Beispiel der Post kann das nur als eine Pervertierung öffentlichen Eigentums bezeichnet werden. Die Leidtragenden sind die Beschäftigten durch Arbeitsplatzabbau, Lohndruck und Sozialabbau und die Öffentlichkeit durch die systematische Ausdünnung der Post-Infrastruktur.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Post 2016 sogar im „Schwarzbuch Arbeitswelt“ der oö Arbeiterkammer als „Überraschungsgast“ Aufnahme fand. Beanstandet wurden von der Arbeiterkammer rechtswidrige Beendigung von Arbeitsverhältnissen, falsche Berechnungen von Abfertigungen und Urlaubsgeldern, unbezahlte Überstunden und rechtswidrige Abzüge wegen angeblicher „Minusstunden“.

Das oberste Gebot des Post-Managements ist unübersehbar eine maximale Bedienung der Aktionär_innen: So nahm die Post AG als ATX-Unternehmen im Geschäftsjahr 2016/17 mit der Auszahlung von 135 Mio. Euro Dividende von einem Gewinn von 153 Mio. Euro und damit einer Ausschüttungsquote von 88,5 Prozent einen Spitzenplatz ein. Auch rangiert Post-Boss Georg Pölzl mit einem Jahresbezug von 2,45 Mio. Euro auf Platz 8 der ATX-Unternehmen.


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