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Kalamitäten um die Verpachtung des „Oberwirt“ in Sankt Magdalena

  • Montag, 3. April 2017 @ 11:27
News Mit einer Anfrage an Finanzreferent VBgm. Christian Forsterleitner (SPÖ) bei der kommenden Gemeinderatssitzung am 6. April 2017 thematisiert KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn am Beispiel des „Oberwirt“ in Sankt Magdalena neuerlich die Problematik sogenannter „Traditionswirtshäuser“, nämlich von der Stadt angekaufter und verpachteter Objekte.

Laut Medienberichten hat die Stadt Linz den Vertrag mit dem bereits dritten Pächter des mit Beschluss des Gemeinderates vom 21. Jänner 1999 damals um 7,5 Mio. Schilling erworbenen ehemaligen Traditionsgasthauses Reichl, dem heutigen „Oberwirt“ in Sankt Magdalena wegen massiver Differenzen und Zahlungsverzug gekündigt. Trotz mehrmaliger Stundungen und angebotener Ratenzahlungen wartet die Stadt, nachdem drei Mahnklagen eingebracht werden mussten, auf die Begleichung der offenen Pachtzahlungen. Auch soll der Pächter versucht haben das Pachtobjekt ohne Zustimmung der Stadt an einen neuen Betreiber zu übergeben. Wie man hört soll auch der Umgang des Pächters mit dem Personal nicht den arbeitsrechtlichen Bestimmungen entsprochen haben.

In der Anfrage will KPÖ-Gemeinderätin Grünn vom Finanzreferenten nunmehr wissen, wann und mit welchem Pächter der letzte Pachtvertrag der Stadt für das 1999 erworbene Traditionsgasthaus „Oberwirt“ in Sankt Magdalena abgeschlossen wurde. Weiters wird nach den Gründen für die Aufkündigung dieses Pachtvertrages gefragt, wie hoch die Pachtrückstände des Pächters gegenüber der Stadt sind und ob bereits ein neuer Pächter gefunden wurde bzw. ein solcher in Aussicht ist. Auch fragt die KPÖ, ob mit einem längeren Leerstand zu rechnen ist, wie das beim „Urbanides“ in der Rudolfstraße der Fall war und ob es Überlegungen der Stadt gibt, das Objekt zu verkaufen, wenn es keine zufriedenstellende Lösung für einen Pachtbetrieb gibt, wie das beim „Schwarzen Anker“ am Hessenplatz der Fall war.

Neben der selbstverständlich geltenden Verpachtung der Gastronomie in stadteigenen Objekten wie etwa dem AEC, im Kremsmünstererhaus, im Alten und Neuen Rathaus, Brucknerhaus, Botanischen Garten, Lentos, Nordico und in den Volkshäusern hat die Stadt seit 1985 sieben sogenannte „Traditionswirtshäuser“ angekauft (Fischerhäusl, Pöstlingbergschlössl, Oberwirt, Herberstein, Schwarzer Anker, Salzamt, Urbanides) und verpachtet, wobei das Objekt des „Schwarzen Anker“ am Hessenplatz zwischenzeitlich wieder verkauft wurde und der „Urbanides“ in der Rudolfstraße rund zwei Jahre lang leer gestanden ist.

Der seinerzeit unter Berufung auf den Kulturentwicklungsplan begründete Ankauf solcher Objekte um der „Verarmung der Wirtshauskultur“ entgegenzuwirken wurde nach dem Rücktritt des früheren Bürgermeisters Franz Dobusch eingestellt. Wie sich am Beispiel des „Oberwirt“ zeigt, schleppt die Stadt allerdings da noch einige Altlasten mit. Die KPÖ vertritt seit langem den Standpunkt, dass sich die Stadt darauf beschränken sollte, Lokale in den stadteigenen Objekten zu verpachten, darüber hinaus aber den Betrieb von Wirtshäusern dem sonst so gerne beschworenen „freien Markt“ überlassen.


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