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Linzer Verkehrspolitik hartnäckig am Auto fixiert

  • Montag, 3. April 2017 @ 08:55
News Die Linzer KPÖ sieht sich in ihren verkehrspolitischen Positionen durch die Stellungnahme der oberösterreichischen Umweltanwaltschaft zum Bau der neuen Donaubrücke bestätigt. Diese hat die Planungen der Stadt zur neuen Brücke scharf kritisiert und auf Mängel im Umweltschutz sowie bei der Verkehrs- und Stadtplanung hingewiesen.

KPÖ-Linz Verkehrssprecher Michael Schmida: „An der neuen Donaubrücke zeigt sich, wie einseitig noch immer in Linz Verkehrspolitik für das Auto gemacht wird. Hauptziel ist wie in der Vergangenheit schon der Ausbau von Straßen, während der Umweltschutz und Alternativen im Verkehr keine wirkliche Rolle spielen“. Schmida weiter: „Das gibt es wahrscheinlich auch nur hier in Linz, dass die Politik die Demontage von Gleisanlagen, die Zerstörung einer Eisenbahnbrücke und den darauffolgenden Bau einer größeren Straßenbrücke als zukunftsweisend und Beitrag für den öffentlichen Verkehr verkaufen kann“.

Kritisch wird von der KPÖ in diesem Zusammenhang das Projekt zweite Straßenbahnachse gesehen. Neben den hohen Kosten und zweifelhaften Nutzen durch die geplante Trassenführung – zumal großteils unterirdisch – verkommt dieses Prestigeprojekt immer mehr zum Alibi um die einseitige Auto-Verkehrspolitik zu verschleiern.

Bei jeder Kritik an der bestehenden Verkehrspolitik und den Umweltproblemen durch den Autoverkehr wird umgehend auf die zweite Schienenachse verwiesen, für die noch nicht einmal die Finanzierung gesichert ist. So hat SPÖ-Bürgermeister Luger die berechtigte Kritik der Umweltanwaltschaft, dass es durch den Brückenneubau zu erhöhten Schadstoffemissionen kommen wird, mit dem Hinweis auf die neue Straßenbahn abgeschmettert.

„Die Behauptung, dass es durch den Brückenneubau zu keinen zusätzlichen Emissionen kommt, ist schlichtweg falsch. Die neue Donau-Brücke wird künftig auch für den Schwerverkehr befahrbar sein. Zudem sind die Fahrbahnen deutlich größer dimensioniert. Dieser zusätzlich induzierte Verkehr wird sehr wohl zu einer wesentlich stärkeren Belastung der AnrainerInnen führen, nicht nur in der Linken Brückenstraße und der Unteren Donaulände, sondern auch in der Ferihumerstraße und in weiteren Straßenzügen“, so Schmida.

Die KPÖ fordert daher für die neue Brücke zumindest eine Verkehrsbeschränkung auf 3,5 Tonnen, ausgenommen Linienbusse und wiederum eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h. Schmida abschließend: „Es ist angesichts der immer größer werdenden Belastung durch den Autoverkehr im Stadtbereich zu überlegen, ob diese Brücke nicht ausschließlich dem öffentlichen Verkehr sowie dem Fuß- und Radverkehr zur Verfügung stehen soll. Schließlich werden demnächst im Bereich der nahen Voest-Brücke ohnehin zwei Bypass-Brücken mit insgesamt vier zusätzlichen Fahrspuren für den Binnenverkehr errichtet“.


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