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Lkw-Verkehr auf Oberösterreichs Autobahnen seit 2010 besonders stark gestiegen

  • Dienstag, 14. März 2017 @ 08:12
Verkehr Was Autofahrer schon länger spüren, wird nun durch die Daten einer aktuellen VCÖ-Analyse bestätigt: Der Lkw-Verkehr auf Oberösterreichs Autobahnen hat seit dem Jahr 2010 massiv zugenommen, fast dreimal so stark wie Österreichs Wirtschaftswachstum. Grund für die massive Zunahme des Lkw-Verkehrs sind die zu geringen Transportkosten, betont der VCÖ. Zudem braucht es mehr Lkw-Kontrollen. Die A1 bei Haid war auch im Vorjahr Österreichs Autobahnabschnitt mit der stärksten Lkw-Belastung.

"Was Autofahrer und Anrainer entlang der Autobahnen erleben, wird durch diese Daten belegt. Der Lkw-Verkehr hat in Oberösterreich in den vergangen Jahren massiv zugenommen", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Auf der A8 Innkreis Autobahn nahm der Lkw-Verkehr um bis zu 26 Prozent zu. Die meisten Schwerfahrzeuge wurden hier bei Krenglbach mit rund 14.180 pro Werktag gezählt (plus 18,3 %) , bei Niederndorf waren es täglich rund 13.030 Lkw (plus 19,0 %) und bei Suben rund 11.400 (plus 26,1 %). Die VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt, dass die A1 bei Haid mit 18.790 Lkw pro Werktag die stärkste Lkw-Belastung in ganz Österreich aufweist. Hier fuhren im Vorjahr um 15,2 Prozent mehr Lkw als im Jahr 2010. Auf der A25 bei Marchtrenk wurden 13.820 Lkw pro Werktag gezählt, um 17,5 Prozent mehr als im Jahr 2010. Auf der A9 bei Schölldorf waren 22,7 Prozent mehr Lkw unterwegs, auf der A7 bei Gallneukirchen um 20,7 Prozent, berichtet der VCÖ.

Der VCÖ hat insgesamt die Daten von 121 Asfinag-Zählstellen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen analysiert: Bei fast der Hälfte der Zählstellen, nämlich bei 55 war die Zunahme des Schwerverkehrs im Vergleich zum Jahr 2010 stärker als 14 Prozent, davon bei jeder vierten sogar höher als 20 Prozent. Bei weiteren 34 Zählstellen nahm der Lkw-Verkehr zwischen 10 und 14 Prozent zu und bei 25 Zählstellen um bis zu 10 Prozent. Nur bei sieben Zählstellenwaren im Jahr 2016 weniger Lkw unterwegs als im Jahr 2010.

"Der Lkw-Verkehr hat zum Teil um Vielfaches stärker zugenommen als die Wirtschaft wächst. Die Ineffizienz im Transport ist groß, vor allem auch weil der Lkw-Verkehr nur einen Teil der von ihm verursachten Kosten trägt. Viele von den Lkw verursachte Kosten werden auf die Allgemeinheit abgewälzt. Die rechte Spur wurde so zur rollenden Lagerhalle", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Zu den auf die Allgemeinheit abgewälzten Kosten zählen unter anderem Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Abgase, Lärm und Unfälle. Zudem nutzen schwere Lkw die Straße rund 35.000 Mal so stark ab wie Pkw.

Der VCÖ fordert daher eine Mindestmaut für Lkw auf EU-Ebene. Zudem sind verstärkte Maßnahmen gegen die Kabotage nötig, die Österreich laut Studie rund 500 Millionen Euro pro Jahr kostet, weil ausländische Frächter für Tätigkeiten in Österreich nicht nach heimischen Kollektivvertag bezahlen. Darüber hinaus braucht es in Österreich mehr Lkw-Kontrollen, damit Tempolimits sowie Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Im Jahr 2016 wiesen fast zwei Drittel der auf Österreichs Autobahnen kontrollierten Lkw schwere Mängel auf, bei jedem vierten wurde sogar Gefahr in Verzug festgestellt.

VCÖ: Lkw-Verkehr in Tirol seit dem Jahr 2010 massiv gestiegen (Anzahl Kfz > 3,5 Tonnen Jahr 2016 / Werktag, gerundet - in Klammer Änderung gegenüber 2010)

A1 Haid 18.790 (plus 15,2%)
A1 Traun18.690 (plus 14,9%)
A8 Krenglbach 14.180 (plus 18,3% )
A25 Marchtrenk 13.830 (plus 17,5%)
A25 Wels 13.650 (plus 16,5% )
A8 Niederndorf 13.030 (plus 19,0%)
A8 Hötzlarn 12.780 (plus 19,7%)
A25 Pucking 11.760 (plus 15,4%)
A8 Suben 11.400 (plus 26,1%)
A7 Voest: 7.170 (kein Vergleichswert)
A9 Schölldorf 5.110 (plus 22,7%)
A7 Gallneukirchen 3.170 (plus 20,7%)

Quelle: Asfinag, VCÖ 2017

Info: www.vcoe.at


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