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Dividenden für Aktionär_innen, Arbeitsplatzvernichtung für Betroffene

  • Donnerstag, 9. März 2017 @ 12:15
News Die geplante Schließung des Nestlé-Werkes in Linz macht einmal mehr deutlich, wie multinationale Konzerne die Beschäftigten als Spielmaterial behandeln um die Reich noch reicher zu machen, stellt KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner fest. Zu Recht weist auch AK-Präsident Johann Kalliauer auf die Parallele mit der Papierfabrik in Steyrermühl hin, wo ebenso wie bei Nestlé die von den Beschäftigten erarbeiteten Gewinne an die Aktionär_innen im Ausland ausgeschüttet wurden um dann die Arbeitsplätze zu vernichten.

Die Brutalität des realen Kapitalismus wird auch im Fall Nestlé deutlich. So wurde laut Arbeiterkammer der Bilanzgewinn 2015 in Höhe von 4,8 Mio. Euro mit 4,7 Mio. Euro fast zur Gänze als Dividende ausgeschüttet: „Es ist ein Markenzeichen des neoliberalen Kapitalismus, die aus der Arbeit der Beschäftigten herausgepressten Profite nicht nachhaltig in die Unternehmen zu investieren, sondern an die Aktionär_innen auszuschütten oder am Finanzmarkt zu verspekulieren, wie auch aus dem jährlichen Wertschöpfungsbarometer der Arbeiterkammer deutlich wird“ kritisiert Furtlehner.

Mit der Schließung der letzten Nestle-Produktionsstätte in Österreich – dem Überrest der 1879 gegründeten und 1971 von Nestlé übernommenen einstigen traditionsreichen Linzer Franck-Fabrik mit in Spitzenzeiten bis zu 400 Beschäftigten – und Verlagerung der Produktion nach Italien oder in die Slowakei im März 2018 verlieren 127 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

Vor dem Hintergrund, dass der wegen seiner fragwürdigen Praktiken wie etwa der Vermarktung von Trinkwasser seit Jahren im Kreuzfeuer der Kritik stehende Nestlé-Konzern (Umsatz 89,47 Mrd. CHF, 447 Standorte in 86 Ländern, 330.000 Beschäftigte) 2016 einen Reingewinn von 8,9 Mrd. Franken erzielte ist das eine Verhöhnung der betroffenen Beschäftigten. Geradezu provokant ist dabei, dass Nestle-Chef Ulf Mark Schneider im Februar ein Sparprogramm von 500 Millionen Franken angekündigt hat, aber anstatt bei millionenschweren Gehältern und Boni bei Managern zu sparen oder die Dividendenzahlungen zu reduzieren auf die Vernichtung von Arbeitsplätzen setzt.

Für die von der Schließung des Nestlé-Werkes in Linz Betroffenen ist auch der übliche Sozialplan nur ein schwacher Trost, ist es doch angesichts der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt vor allem für ältere Beschäftigte kaum mehr möglich einen gleichwertigen Arbeitsplatz zu bekommen, was im Klartext Einkommens- und Pensionsverluste verbunden mit oft langjähriger Arbeitslosigkeit bedeutet. Verhaltensoriginell ist dazu die Aussage des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger (SPÖ), der eine Unterstützung der Stadt Linz „für einzelne Betroffene“ durch „Beschäftigungsmöglichkeiten in der Unternehmensgruppe Linz“ anbietet, womit offensichtlich Günstlinge seiner Partei gemeint sind.


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