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VCÖ: 2016 war in OÖ jeder 6. Verkehrstote ein Fußgänger

  • Samstag, 28. Januar 2017 @ 17:42
Verkehr 16 Fußgängerinnen und Fußgänger kamen im Vorjahr in Oberösterreich bei Verkehrsunfällen ums Leben. Im Bundesländer-Vergleich gab es in Oberösterreich die meisten tödlichen Fußgängerunfälle, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Insgesamt war jeder sechste Verkehrstote in Oberösterreich eine Fußgängerin oder ein Fußgänger. Der VCÖ spricht sich für eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung und für mehr sichere Gehwege im ländlichen Raum aus.

Seit dem Jahr 2010 kamen in Oberösterreich 109 Fußgängerinnen und Fußgänger bei Verkehrsunfällen ums Leben, das waren 16,4 Prozent aller Verkehrstoten, macht der VCÖ aufmerksam. Im Vorjahr kamen 16 Fußgängerinnen und Fußgänger im Straßenverkehr ums Leben, um drei weniger als im Jahr 2015. In den Jahren 2012 und 2014 war die Opferzahl mit jeweils elf am niedrigsten.

Im Bundesländer-Vergleich war in Oberösterreich im Vorjahr zum zweiten Mal in Folge die Zahl der tödlich verunglückten Fußgängerinnen und Fußgänger am höchsten. "Gerade im Ortsgebiet ist es wichtig, dass sich das Verkehrssystem nach der Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer richtet, das sind die Fußgänger und hier wiederum Kinder und ältere Menschen. Durch eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung ist mehr Rücksicht auf Kinder und ältere Menschen zu nehmen", betont VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Im Ortsgebiet erhöht zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs das Unfallrisiko für Fußgänger und das Risiko bei einem Unfall schwerst oder gar tödlich verletzt zu werden. Wird ein Fußgänger mit 50 km/h angefahren, dann ist das mit einem Fall aus 10 Meter Höhe vergleichbar, verdeutlicht der VCÖ.

Deshalb sind im Ortsgebiet vor allem in Wohngebieten mehr Verkehrsberuhigung, übersichtliche Straßenübergänge sowie ein durchgängiges Netz an ausreichend breiten Gehwegen nötig. Besonders für ältere Fußgängerinnen und Fußgänger ist es wichtig, dass bei Fußgängerampeln die Rotphasen verkürzt und die Grünphasen verlängert werden.

Großen Handlungsbedarf gibt es auch in den Regionen, wo es häufig an Gehwegen fehlt, etwa zwischen Siedlungen und dem nächstgelegenen Ort. Selbst Bushaltestellen sind nicht immer über einen Gehweg erreichbar, Schüler und andere Fahrgäste sind dann gezwungen entlang einer oft stark befahrenen Straße zur Bushaltestelle zu gehen. Es braucht einen umfassenden Ausbau der Gehwege, um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen, betont der VCÖ.

VCÖ: Im Vorjahr gab es in Oberösterreich die meisten tödlichen Fußgängerunfälle (bei Verkehrsunfällen getötete Fußgängerinnen und Fußgänger im Jahr 2016, in Klammer 2015)

Oberösterreich: 16 Todesopfer (19 Todesopfer)
Steiermark: 13 (13)
Niederösterreich: 12 (16)
Wien: 11 (7)
Kärnten: 8 (8)
Tirol: 5 (11)
Salzburg: 4 (5)
Burgenland: 2 (2)
Vorarlberg: 1 (3)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2017

VCÖ: Jeder 6. Verkehrstote in Oberösterreich ein Fußgänger (bei Verkehrsunfällen in Oberösterreich tödlich verunglückte Fußgänger)

Jahr 2016: 16 tödlich verunglückte Fußgänger (18,0 Prozent der Verkehrstoten im Jahr 2016)
Jahr.2015: 19 tödlich verunglückte Fußgänger (21,6 Prozent)
Jahr 2014: 11 tödlich verunglückte Fußgänger (14,7 Prozent)
Jahr 2013: 19 tödlich verunglückte Fußgänger (19,2 Prozent)
Jahr 2012: 11 tödlich verunglückte Fußgänger (11,8 Prozent)
Jahr 2011: 20 tödlich verunglückte Fußgänger (19,4 Prozent)
Jahr 2010: 13 tödlich verunglückte Fußgänger (11,1 Prozent) Summe Jahre 2010 bis 2016: 109 (16,4 Prozent)

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2017


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